Band 
Fünfter Band.
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in härenem Gewände, das Haupt mit Asche bestreut, erschienensein sollen*). Von hier geleitete der König seinen erhabenenGast nach der Abtei St. Denys, wo er ihm während einer durchden Kummer und die Beschwerden der Reise hervorgerufenenKrankheit die sorgsamste Pflege angcdeihen ließ. Nach seinerWiedergenesung, am 8. Sonntag nach Pfingsten (28. Juli), salbteder Papst den König, seine Gemahlin Bertrade und ihreKnaben Karl und Karl mann aufs Neue, die Strafe desBannes verhängend über alle diejenigen, die eS wagen würden,einem andern Geschlechte die fränkische Krone zu übertragen;außerdem ernannte er den König und seine Söhne mit der Würderömischer Patrizier (vielleicht im Auftrage des griechischen Kai-sers und in Gegenwart seiner Gesandten); dagegen weigerte ersich, des Königs Wunsch nach einer Scheidung von Bertradezu erfüllen. Als römischer Patrizier sich für den berufenen Be-

*) Nicht aber, um ihn zum Kriege wider die Lombarden zu bewegen, wiedie ^»n. Vraucorum berichten, ^»ast. Libl., ein übrigens sehr par-teiischer Anhänger Pipins und offenbar ungerecht gegen Aistulf, sagt:ibigue intus Oratorium xariter eousiäsntibus, inax iäem bsatiss. kapapraekatum Obristianissimum liebem lavlir^inabiliter äepreeatus est,ut per pari« koeäera eausa b. petri et keipnbliese Idomanorumllisponeret. yu! st pstenti, suresuranäo eiäsm bestiss. Papas satisks-eit, Omnibus mamlatis et uämonitionibus sese totis nisibus obeäiro:st ut illi plaeitum tnerit, dlxarobaluni ltavenoae, »t keipublieas gura,seu lova rseläsrs moäis omnibus. D amberger urtheilt: „Der Papstwar gewiß nicht zu K. Pipin gereist, um ihn zu einem Kriegszug nachItalien zu bewegen, sondern nur seine sriedliche Vermittlung zu erbittennach dem Wunsche theils der Römer, theils der Bürgerschaften des Er-archats und theils des Kaisers. Ganz grundlos ist das Vorgeben, alshätten die Langobarden Rom um diese Zeit belagert und auss Aeußerstebedrängt; es waren nur von denselben verschiedene Plätze weggenommen,Güter eingezogen, Nechtsame gekränkt worden, um eben die Römer dahinzu bringen, daß sie sich völlig vom Kaiser lossagen und Bundesgenossendes longobardischen Reichs werden sollten. Nicht aus eigenem Antriebhatte sich P. Stephan nach Pavia (zu Aistulph), noch viel wenigeraus eigenem Antrieb nach St. Mors; (selbst nach A n a st. war den, Papsteversichert worden, er brauche nicht weiter als bis St. Moriz zu reisen,um den König zu treffen), und endlich nach Paris begeben. Zuredenführte ihn Schritt um Schritt weiter als er anfangs gewollt, und er warsicher schon geraume Zeit zu St. Denys, als ihm erst klar wurde, wasPipin beabsichtigte." D. B.

Cantu, Weltgeschichte. V,

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