Band 
Fünfter Band.
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ihren Vater zurück und vermahlte sich (772) mit Hildegardauö dem vornehmsten Dynastengeschlechte AllemannienS oderSchwa-bens. Dieser Schimpf wurmte den DesideriuS und so benutzteer den Umstand/ daß Karlmannö Wittwe mit ihren Kindernan seinen Hof gefiohen/ um gegen Karl aufzutreten/ für dieseWaisen daö väterliche Erbe zu beanspruchen und vom Papste zu ver-langen/ sie zu fränkischen Königen zu salben. HadrianI, SohndeS ConsulS, und Dux Theodul/ der auch Primicarius der rö-mischen Kirche gewesen/ war Stephan III (f 772) auf demh. Stuhl gefolgt. Er vereinigte mit der edelste»/ angenehmstenPersönlichkeit/ sagt Lude«/ gelehrtes Wissen/ religiösen Eiferund priesterliche Beharrlichkeit. Er war ganz ein Mann/ wie ihndie Kirche bedurfte/ aber nicht wie ihn DesideriuS wünschte/denn er ließ sich von dessen schönen Worten und Versprechungennicht blenden und schlug dessen Verlangen rundweg ab / „noth,gedrungen und mit gutem Recht" (sagt Luden)/ worauf der er-zürnte Lombarde einige Städte der Pentapolis besetzte/ Ravennablokirte und auf Rom loöging.

Nachdem Hadrian alles in seinen Kräften Stehende gethan/um den Sturm zu beschwöre»/ den verschiedenartigsten ManöverndeS an Listen unerschöpflichen KönigS eine felsenfeste Ruhe**)entgegensetzend / wandte er sich/ nach dem Beispiele des Zacha-riaS/ an Karl/ indem er ihn beschwor / die Kirche, alö derenrechtmäßiger Vertheidiger/ zu beschützen. Karl versuchte erst denWeg der Unterhandlung und Vermittlung, doch ohne Erfolg, dennDesideriuS bildete sich ein, Karl rmrde seine Vasallen zueinem Heerzug über die Alpen nicht bewegen können. Dieser aber,umerstützt von den Prälaten, wußte durch die Schilderung derbedrängten Lage des Papstes den religiösen Enthusiasmus der zuGenf versammelten Barone zu erregen — gerade wie einst seinVater gethan — und da er ihnen auch die Versuche deS Desi-deriuS darlegte, einen Bürgerkrieg im Frankenlande anzufachen,wurde einhellig der Kriegszug beschlossen. Derselbe bot übrigensdie günstigsten Aussichten auf Erfolg dar, denn während die Grie-chcn auf Italien wohl Ansprüche machten, aber weder die Kraft,noch den rechten Willen zu ihrer Behauptung hatten, waren die

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B.