Band 
Fünfter Band.
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erließ, ferner, daß Kao-tsung in allen Städten Kirchen erbauenließ. U-e.u verfolgte das Christenthum, seine Nachfolger dagegenbeschützten es und Kuo-tse-y ließ sich sogar auf seinen Kriegs-zügen stetS von einem christlichen Priester begleiten *). Indessen

*) Die Inschrift ist vollständig mitgetheilt im Supplemente zur „Orientali-schen Bibliothek" vonHerbelot, welches der Jesuit Visdelou heraus-gegeben. Wir heben einige Stellen aus: „Lob der bewundernswürdigenReligion, welche im Reich der Mitte Geltung hatte, verfaßt von King-seng, Bonze des Tempels von Ta-sin, und auf Stein eingegrabm. Der-jenige , welcher, unausgesetzt währ, einsam, Erster der Ersten und ohneAnfang, und unaussprechlich weise, unsichtbar im Raume, Letzter derLetzten, im höchsten Sinne eristirend, die geheimnißvolle Weltare hält (dasNichts und das Wesen), durch seine Thätigkeit verkehrt, durch seine ur-sprüngliche Würde allen Heiligen die Herrlichkeit gewährt, ist dieser nichtder vollendete Körper unserer einzigen dreifachen Einheit, wahrer Herrohne Ursprung: 0 I» k» ? — Er bildete ein Kreuz, um die vier Theilezu bestimnien. Er hauchte das Erstgeborne und erzeugte zwei Materien.Das dunkle Leere wurde verändert und Himmel und Erde wurden sicht-bar. Die Sonne und der Mond erfüllten ihre Bahnen und es ward Tagund Nacht. Durch seinen Fleiß schuf er 10,000 Dinge, aber indem erdie ersten Menschen bildete, begnadete er sie mit einer traulichen Einig-keit und vertraute ihnen die Sicherheit einer Fluih von Bildungen an.Ihre ursprünglich vollkommene Natur war leer und nicht voll (in ma-terieller Beziehung), ihr Herz einfach und rein und im Anfange hatte esweder Wünsche noch Begierden. Aber nachdem Sothan (Satan) die Lügegesäet durch Anwendung seiner Schminke, besteckte er was rein gewesen.— Er setzte die Gleichheit der Größe inmitten dieses Wahren, und brachdie dunkle Identität in. Innern dieses Falschen. In Folge dessen bildeten63S sich gegenseitig Beistand leistende Sekten eine Kette und beeifertensich die Netze des Gesetzes auszustellen. Die Einen erhoben die Geschöpfe,itm das Ehrwürdige zu erniedrigen, die Andern entzogen dem Wesen sei-nen Inhalt, um beide hinunterzudrücken; diese opferten betend, um Glück-seligkeit zu erzwingen, jene trieben Pomp mit dem Guten, um die Men-schen irre zu führen. Die Forschung und Aufmerksamkeit arbeiteten imArbeiten, die Neigung zur Wohlthätigkeit war Sklave, weil in der Skla-verei. Stets hin und her schwankend, gelangten sie zu Nichts. . . Sieverdichteten die Dunkelheit, verloren das Augenlicht, so lange in der Irrewandernd, fänden sie sich nicht zurück. Alsdann aber bekleidete unsere drei-fache Einheit mit ihrem Körper den wunderbar Ehrwürdigen Miri-Ho(Messias). Dieser, seine Erhabenheit in sich verschließend und seinewahrhafte Majestät verbergend, erschien den Menschen in der Gestalteines Menschen. In der Entzückung über seine Geburt äußerte der Him-mel Freude, ein Weib brachte den Heiligen in Ta-stn zur Welt; einwunderbares Sternbild verkündete den Gebenedeihten. Der Kaiser Tai-