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anwendeten und zur Buße ermähnten/ für ihn ein bitteres Wort/darum hat er die Waffen des Truges gegen Uns ergriffen undsich treulos von Uns losgesagt. Wir stehen sicherlich höher alsein Bischof von Mailand / und der König Frankreichs tiefer alsein Kaiser TheodosiuS/ und doch schämte sich.dieser nicht/ alsein demüthiger/ wahrhaft katholischer Fürst vor dem MailänderBischof das Happt zu beugen wegen der begangenen Missethatund von ihm die heilende Arznei der Liebe anzunehmen. Jeneraber wendet Uns, ein neuer Sennacherib/ in Unbußfertigkeit sichverhärtend, den Rücken; möge er deshalb zittern vor dem Wortedes Herrn - welches dem Sennacherib gesagt wurde: Wen hastdu geschmäht? wen hast du gelästert? gegen wen die stolzenAugen und die freche Stirne erhoben? Gegen den HeiligenIsraels. Dieser Heilige Israels ist offenbar der StatthalterChristi, der Nachfolger des Apostelfürsten, zu dem der Herr sprach:Du bist Petrus, und auf diesen Felsen will Ich meine Kirchebauen und die Mächte der Hölle sollen sie nie überwältigen; undwas du binden wirst auf Erden, das soll auch im Himmel ge-bunden sein. Daher, wer nicht im Schifflein Petri bleibt, derwird Schiffbruch leiden, und jeder, der im Schifflcin Petri bleibt,muß ihm als dem Steuermann gehorchen. Das setzt der außerAcht, welcher uns doch in seinen Briefen den Namen: HeiligsterVater in Christus! gegeben hat; weil Wir ihn nach Unsereroberhirtlichen Pflicht, da Wir mit gutem Gewissen nicht längerschweigen konnten, zurechtwiesen, schlug der durch die Nachsichtder Liebe aufgeblähte und übermüthig gewordene wider Uns ausund fügte neue und noch frechere Unbilden zu den alten. Ist daszu dulden? Soll sich der ganze Zustand der Kirche ändern unddas Ansehen der römischen Päpste in den Koth getreten werden,damit die Könige und Fürsten überall hin freien Weg haben?Dann würde es freilich in kurzer Zeit dahin kommen, daß einPapst, wenn er irgend einen Fürsten oder Mächtigen in die Bahnseiner Pflicht weisen wollte, alsbald ein Ketzer und notorischerAergernißstiftcr geschmäht wäre, um die Zurechtweisung zu ver-eiteln und die oberste Hirtengewalt zu lähmen. Ohne Verzugmuß einer so heillosen Verwirrung begegnet, ohne Verzug mußdas Eisen gebraucht werden wider den Krebsschaden eines so ver-derblichen Beispiels, damit die Könige und Fürsten, die des Zü-gels bedürfen und ihn nicht leiden wollen, von ihrem Wahne ab-stehen, daß sie nur, um desselben los zu sein, den obersten Priester