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sagt, der Prozeß der Templer solle vor sein Gericht gebracht undderen Güter sollten zu einem Kreuzzuge verwendet werden. DerKönig von England, der anfänglich es verschmäht hatte, mit dem
auch große Geldmittel in ihren Händen habe; denn die znr Ausrüstungder bevorstehenden Kreuzfahrt ersammelten Summen lagen zum Theilewenigstens im Tempelhofe zu Paris. Auf dem gewöhnlichen Rechtswegegegen die Ritter vorzugehen, sei höchst bedenklich, der verzweifeltste Wider-stand zu fürchten; man müsse sich so stille und schnell als nur möglichihrer Personen versichern, und könne, sei das geschehen, der Gerechtigkeitruhig ihren Laus lassen. Gesagt wurde nachmals auch, Clemens seidurch die Zumnthungen und Drohungen Philipps, welcher insbesondereden Namen des Papstes Bonifacius VIII zu eigener Rechtfertigungöffentlich als den eines Ketzers und Bösewichts gebrandmarkt sehen wollte,dergestalt geängstiget worden, daß er mit der Absicht umging, verkleidetnach Vordeaur zu entfliehen; ferner, daß Clemens und seine Cardinälekeinen andern Ausweg wußten, als den König inständig zu bitten, ermöge sich bis zur Berufung einer Kirchenversammlung gedulden; aufdieser werde man allen seinen Wünschen thunlichst zu entsprechen suchen.Wer kann das Wahre noch ermitteln?... Man kann sich vorstellen, wiegroß die Bestürzung des Papstes war ob solchen maßlosen Zumuthnngcn,und daß er sich entschieden weigerte, darauf einzugehen, weshalb derstolze Philipp barsch abbrach und forteilte. Der zurückbleibende schlaueKarl II bearbeitete nun den in Angst schwebenden, kränklichen Papst,geholfen von einigen Cardinälen höfischen Sinnes, erlangte manche be-deutende Zugeständnisse, und wußte um so leichter zu bewirken, daß auchder französische Hof zu Western TranSactionen sich herbeiließ, weil derunvermuthet am 7. Juli erfolgte Tod des Königs Eduard I einenHauplstreitpunkt ganz nach Wunsch Philipps IV veränderte. Nachverschiedenen Wendungen und Winkelzügen hatte man vom Papste so vielerpreßt, daß er strengen Untersuch des angeklagten Templerordens zu ver-hängen zusagte, etwa im August 1307. Aus dem Bruchstücke (einerBulle skexnans in eosli, von der manche Varianten eristiren) geht soviel hervor, daß Philipp IV gewisse Leute (Magister de Plerejound Ritter Plasian!) an den Papst geschickt hat, welche die ungeheu-ren, den Templern aufgebürdeten Frevel demselben glaubwürdig schildernund zu Gemüthe führen mußten, worauf dieser antwortete: die Sachekomme ihm in sich ganz unglaublich vor, und die Aussagen zweier, durchVerbrechen gebrandmarktcr Angeber seien schlechthin nicht zn achten; auchhätten ihni mehrere Templer, Präceptoren des Ordens sammt dem Mei-ster, welchen etwas von Anschwärzung ihres Institutes zu Ohren gekom-men, geschrieben und sich erboten, auf der Stelle in den Kerker zn wan-dern und die schärfste Untersuchung zu bestehen, um einen so gräulichenArgwohn aufzuhellen. Er wolle aber, deß allen ungeachtet, weil es derinständige Wunsch des Königs sei, die nöthigen Einleitungen zum Pro-