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durch ihn erfuhr, so möchten wir zwar einige Individuen ver-dammen, müssen aber den Orden zuverlässig freisprechen"*).
Der junge Eduard II, ohnehin eine Puppe in der HandPhilipps IV, scheint durch einen unterschobenen päpstlichen
*) 3oh» Lingard, Geschichte Englands. D. B.
Templer einzuschlagende Verfahren gemäß deren Geständnissen. Natür-lich lautete das Gutachten dahin, daß diese den Tod verdient hätten;es zeichnet aber den Geist dieser Versammlung und deren Bereitwillig-keit von vornherein, sich durchaus nach dem Äillen des Königs zn rich-ten, der Umstand. daß der Bischof von Viviers und sieben angeseheneHerren sich durch No garet vertreten ließen. „Aus den spärlich erhal-tenen Urkunden läßt sich entnehmen, daß Clemens nicht aufhörte, demKönig vorzustellen, er müsse auf kanonischem Wege die Schuld des Or-dens erheben lassen, also die verhafteten Ritter ihrem kompetenten Rich-ter, namentlich die Ordensobern ihm. dem Papste, überliefern, und zu-gleich die confiszirten Güter in kirchliche Hände übergeben, schon damitdem Gerede begegnet werde, er sei nach denselben lüstern gewesen unddarum dem Orden aufsässig, weshalb sich.ein am 15. Januar 1308datirter königlicher Befehl vorfindet, daß besagt« Güter, bewegliche undunbewegliche, an päpstliche Bevollmächtigte auszuantworten seien. NurBlendwerk! Der Papst sah sich hintergangen und geäfft in jeder Hinsicht.Wegen des Verhörs der Verhafteten gab er zuerst nach, daß bloß dieOrdensobern vor seinen Richterstuhl gestellt werden sollten, ja nur diein Paris festgenommenen. worunter der Großmeister, und es scheinennun diese von Paris abgeführt worden zu sein. Als dann ein eigen-händiges Schreiben des Königs öen Papst versicherte, die Delinquentenseien erkrankt, könnten nicht reiten, könnten unmöglich bis PoitierS ge-liefert werden (und sie waren doch schon in den Kerkern des SchlossesRaynon bei Tours, also ziemlich nahe bei PoitierS), da ließ sich Cle-mens auch noch das Weitere gefallen und erlaubte, daß die beiden amPariserhof beliebten Cardinäle Berengar und Stephanan seiner Stellejene Obern im besagten Schlosse verhören sollten; doch auch dieses wurdeverhindert und die Ursache läßt sich leicht entdecken. Die Natur derSache bringt mit sich. daß von dem argen Spiele des Pariserhoss mitdem umstrickten, das Gute zwar wollenden, aber keineswegs heroisch star-ken und überdies kränkelnden Papste Clemens nicht viel laut geredetwurde, und 'da man nochmals überdies sorgsam den Schriftenwechselvertilgte, und nur einige Bruchstücke oder verfälschte Dokumente der Nach-welt überlieferte, bleibt dem Geschichtschreiber wenig, worauf zu fußenwäre, außer höchst wahrscheinliche Vermuthungen. Als erste bietet sichdiese dar, daß zwei Parteien nm des Papstes Person sich bekämpften under bald der einen bald der andern sich zuneigte. Die eine veranlaßte ihn,von PoitierS endlich zu entweichen und wollte glaublich, daß er sich ganz