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Achter Band.
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ten deren Geschick; das SchrcckenSgericht schloß zwar vielen derOpfer und deren Vertheidiger den Mund, aber doch nicht Allen.

XV. ökumenisches Konzil. Oktober 1311.

Auf dem nun endlich, nach wiederholter Verschiebung, zuVienne versammelten Conzile, das die Franzosen aus naheliegendenGründen den großen allgemeinen anreihten, über dessen Verhand.lnngen jedoch aus Mangel an Aktenstücken ein gestiffentlich her-aufbeschworenes Dunkel liegt* *) — wurden die Vcrhörsprotokolledes Templerprozesses vorgelegt und dessen Schicksal entschieden.Damit die Väter über.diesen kizlichen Punkt leicht hinweggehenmöchten, wird ihnen der lockende Köder vorgehalten, der franzö-sische König sei bereit, nicht blos die confiszirten Ordensgüterund andere eingenommene Gelder herauszugeben, damit dieKreuzfahrt schnell ausgerüstet werde, sondern mit dem Königeselber werde auch fast der ganze französische Adel das Kreuz nehmen.„Damit nicht doch einige der Vater etwa zu kühn sich auslasten,und die dem großen Könige und ersten Sohne der Kirche gebüh-

Gegenwart der Commiffarien von der Hölle verschlungen zu werden, in-dem er mit der Faust auf seine Brust schlug, die Hände gegen den Altarerhob und auf das Knie niederstürzte, daß alle dem Orden beigemessenenIrrthümer und Verbrechen durchaus unbegründet seien, obschon durch dievielen Martern, mit welchen ihm die königlichen Ritter Wilhelm deMarcigny und Hugo de laCelle in ihrem Verhöre zugesetzt hätten,das Geständniß einiger auch von ihm erpreßt worden sei. Ebenso feier-lich versicherte er, daß, nachdem er am vorigen Tage viernndfünszig Or-densbrüder, weil sie besagte Ketzereien nicht hätten bekennen wollen, aufKarren zmn Scheiterhaufen habe führen sehe» und hörte, daß sie verbranntworden seien, er aus Furcht vor der Qual und aus Mißtrauen zu seinerStandhaftigkeit im Todeskampf sich vorgenommen, vor den Commissarienund jedem Andern auf Befragen alle dem Orden überbürdeten Misse-thaten einzugestehen, ja würde es gefordert zu bekennen, daß er denHerrn selbst ermordet habe. Zugleich beschwor er die Kommiffarien unddie Notarien ängstlich, dieses ja nicht den königlichen Leuten und Wächternzu offenbaren! D. B.

*) Nach einem solchen Verfahren, dem gemäß der Templerorden ungehörtund aller rechtlichen Vertheidigung beraubt, als solcher verurtheilt wurde,während die Untersuchung höchstens die Schuld einzelner Mitgliederherausstellt, darf es uns nicht wundern, wenn alle Akten dieses Konzilsbeseitigt wurden und über den Verlauf desselben nur spärliche Nachrichtenbei Chronisten ausgegeben sind. D. B.