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Schwerte zu antworten gewohnt gewesen; allerdings wurden ge-wisse Aussagen/ und zwar die schmutzigsten, in England erlangt,wo man die Folter nicht anwandte; weiß man aber nicht, wie
wünschten Eonzessioncn mir auf Bedingungen einräumte, welche dasRecht und sein Gewissen sicher stellen sollten, aber leider nicht erfülltwurden. Auch in Bezug auf Philipp IV dürste die Beschuldigungzu einseitig sein, er habe blos aus Habgier die, wie ihn, bekannt,schuldlosen Ordensritter eingekerkert, beraubt, mißhandelt, vernichtet; imGegentheile stellt sich als sehr wahrscheinlich heraus, daß er von denSchurken, die ihn umgaben und denen er unglücklicher Weise alleinGehör schenkte, betrogen und ohne es Anfangs zu merken in ei» Netz
verstrickt wurde, welches er nicht mehr zerreißen konnte. Nicht blos in
ihm, dem von Natur höchst Argwöhnischen und welchem ohne Zweifelvon den ersten Verhörrichtern einstimmig betheuert wurde, es seien diegräulichsten Depositionen geschehen, man darf sagen in den Meisten,welche sich mit deut verwickelten Prozesse befaßten oder davon hörten,entstand die subjektive Ueberzeugung von einer nicht zu bezweifelndenAusartung des kriegerischen Ordens; blos über den Grad derselbenschien ihnen noch eine Untersuchung zulässig. Bei Philipp geschahdies um so leichter, weil der Mensch nur zu gerne glaubt, was er
wünscht. Uni 1306-7 faßte Philipp Groll gegen den Orden, ob
deßwegen, weil derselbe so eifrig trieb, daß die Kreuzfahrt zu Staudekäme, ob wegen ungefälligen Benehmens bei dem Münztnmult im Win-ter 1306—7, ob wegen Geldfordcruiigen oder noch aus ander» Ursachen,ist nicht ganz sicher zu ermitteln. Viel Geld lag damals im Tempelhofezu Paris, gesammelt für die Kreuzfahrt. Ei» Templer, Hugo vonPeraldo, war Intendant des königlichen Schatzes, ein in der Regelmißliches Amt, und dann erst unter einem König.Philipp IV! Manweiß, wie die finanzielle Verlegenheit durch das Dringen aller Volks-klassen auf Erfüllung des königlichen Wortes, die schlechten Münzenbetreffend, den höchsten Punkt erreichte, und daß Philipps Säckelüberhaupt bodenlos und sein und seiner Räthe Gewissen keineswegs sozart war, um dringender Noth immer nur durch rechtliche Mittel zusteuern. Hat man vielleicht den Großmeister angegangen, zu einer Fi-nanzprellerei oder zum Bcstehlen des Ordens Hand zu bieten? Hat ervielleicht, auf Zureden des Papstes, wirklich dem Könige heimlich großeSummen vorgestreckt, Kreuzzugsgelder behändigt und als. er zur gesetz-ten Frist auf Rückzahlung drang, den leichtsinnigen Schuldenmacher garsehr erzürnt? (Wegen höchst unwahrscheinlicher, ja unzweifelhafter Ver-fälschung der Nntersuchnngsprotokolle läßt sich unmöglich jetzt nochcon-statircn, ob der Großmeister in der That, theils von Schmerz der Mar-ter, theils durch Vorspiegelungen besiegt, zum Nachtheil des Ordensallgemeinhin etwas deponirte, das ven den Betrügern nur bedeutendvergrößert worden ist, oder ob man die vorgegebene Deposition durchweg