Band 
Achter Band.
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Die Heere bestanden damals aus geharnischten Reitern (Zons-ä'srmös), regelmäßigen Truppe»/ die theils auf den KrongüternauSgehobeN/ theils von den großen Vasallen gestellt wurden/und freien Kricgsleuten/ die aus dem Kriege ein Handwerkmachten/ und für eine gewisse Zeit und zu bestimmten Bedingun-gen dem sie Bezahlenden dienten. Diese Verpflichtung übernah-men sie entweder gegen den König selber oder gegen einenHauptmann/ der auf eigene Gefahr und Kosten gegen eine ihmvergütete Summe einen Trupp solcher Söldner anwarb und be-zahlte. Da die Verpflichtung des feudalen Kriegsdienstes stetsauf eine kurze Zeit beschränkt war/ mußten die Fürsten bei län-gerdauernden Feldzügen/ so weit es ihre Mittel erlaubten/ ihreHeere zum größten Theile aus solchen Soldtruppen bilden. ImFrieden aber konnten diese Abenteurer/ die nur das Schwert zuhandhaben verstanden und für alle sonstigen BerufSarten unfähigwaren/ in der bürgerlichen Gesellschaft keine Stelle finden undblieben daher dieser gegenüber im Kriegszustand/ machten dieStraßen unsicher und plünderten Dörfer/ ja Städte/ immer unterder Führung ihrer Hauptleute/ die trotzdem häufig vornehmenHäusern angehörten.

Ein solcher Rottenführer ward auch DuguescliN/ den seineSoldaten fast anbetete«/ weil er sie nach Herzenslust plündernund ihren Lüsten fröhnen ließ. Uebrigenö bewunderten ihn auchdie Feinde; Eduard wollte ihn sehen und DugueSclin erschienvor ihm/ bereitwillig seinem Befehle/ vorausgesetzt daß er nichtsgegen seinen Herrn von ihm verlange. „Und wer ist dieserHerr?" fragte Eduard: — „Herr Karl von BloiS/ dem dasHerzogthum Bretagne zu Recht gehört." — Meffirc Bertrand/ehe es so weit kommt/ werden 100/000 Leben darauf gehen." —„Desto besser/ dann beerben die Ueberlebenden die Todten." Manlachte und der bretonische Held ward hoch geehrt. Als er sichverabschiedete/ tritt ihm einer der tapfersten englischen Ritterentgegen mit den Worten: „Bei der Einnahme von Fougerayhabt ihr einen meiner Verwandten erschlagen; um ihn zu rächen/verlange ich drei Lanzen mit euch zu brechen." — Sechs/ wenneS euch beliebt/ antwortet DugueSclin/ legt die Rüstung arotaucht drei Stücklein Brod in ein Glas Wein/ verzehrt sie zuEhren der allcrheiligsten Dreieinigkeit/ und streckt dann gleichbeim ersten Anrennen den Engländer in den Sand/ worauf erseiner Wege geht.