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malhonnet und vielleicht auch für unklug hielt/ sie ganz in ihrefrühern Verhältnisse zurücktreten zu lassen, noch geschmückt mitdem »«gekränkten Ruhm ihrer Thaten und ausgestattet mit einersittlichen Gewalt über die Gemüther des Volkes, die leicht ein-mal dem nicht eben sehr tugendbeflissencn Hofe selbst gefährlichwerden konnte. Viele von den Höstingen glaubten gewiß nichtan einen unmittelbaren Zusammenhang göttlicher Vorsehung inder Erscheinung dieses Mädchens, sondern erklärten sich Alles ent-weder mechanisch durch die Aufraffung dcS gläubigen französischenVolkes in Folge deS wunderlichen, religiös umkleideten AuftretensJohann a'S, durch den panischen Schrecken der eben so aber-gläubischen Feinde, — oder sie hielten Alles für Werk deS Zu-falls oder der Hexenkünste. Aberglauben, Zufall und Hexenkünstekonnte man aber eben so leicht ein Mal gegen sich als ein an-LereS Mal für sich haben, und so schien cS eine Aufgabe politi-scher Klugheit, Johanna vor ihrer Entlassung politisch unschäd-lich zu machen. Vielleicht hatte man sie trotz ihres Widerwillensnach dem Abzüge von Paris beim Heere gehalten, in der Hoff-nung, sie sollte bei einer der nächsten Unternehmungen ihren Todfinden. Die Pariser waren täglich unzufriedener mir ihrer eng-lischen Besatzung; gegen ihre Stadt vorzüglich dirigiere der Kö-nig seine Truppen und bei dieser Abtheilung war Johanna,welche behauptete, nur mit dem Schwert in der Hand werde manFrieden erhalten.
Die Engländer bewogen unterdessen den Herzog von Burgunddurch fast ungemcsscne Zusichcrungcn, auf ihrer Seite zu bleibenund streuten das Gerücht aus, er sammle ein mächtiges Heer,Heinrich Vii (damals erst neun Jahre alt) werde nach Frank,reich kommen und sich in St. DenpS krönen lassen. So vergingder Winter. Im Anfange dcS nächsten Sommers galt es, zweivon den Burgundern bedrohte Festen zu unterstützen; einer der-selben eilte Johanna mit dem Grafen v. Vendome aus denMarnegegenden zu Hülfe; doch waren die Schwierigkeiten desZugeS zu groß bei SoissonS, der Hecrhaufe trennte sich undJohanna ging mit geringer Begleitung auf Compicgne. Hierüberfiel sie in der Nähe bei Pont l'Eveque ein Korpö Engländerunter Sir John Montgommery; dies war schon im Weichen,als eö neue burgundische Unterstützung erhielt und Johanna'SKorpS zurückschlug; Choisy mußte sich ergeben, und der Herzogvon Burgund kam nun vor Compiegne, waS von einem tapfern,