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v. Vendome abgekauft hatte/ gab sie nicht heraus/ sondern sandtesie nach dem Schlosse Bcaurevoir in die Pikardie/ wo sie vonden Frauen deS Hauses wohl gehalten wurde. — Von Neuemging nun von der Universität von Paris das Ersuchen an denHerzog/ er solle Johannen dem Generalvikar und dem Bischofvon BeauvaiS/ in dessen Diözese sie gefangen war/ ausliefernlassen. Der Herzog antwortete nicht. In Kurzem kam ein neuerBrief von der Universität; zugleich schrieb diese an den Sirevon Luxembourg. Wieder kein Erfolg. Da ließ der Bischof vonBeauvaiS dem Herzog von Burgund öffentlich durch päpstlicheNotare eine Requisition übergeben/ worin sich der Bischof zu-gleich für eine bedeutende Summe alö Lösegcld verbürgte. Dieswirkte.' Der Herr von Luxembourg lieferte Johanna aus.Pierre Cauchon/ der Bischof von BeauvaiS/ obgleich Franzosevon Geburt/ doch eiu wüthender Anhänger der Engländer / thatAlles in seinen Kräften/ um Johannen in dem Prozesse/ dernun begann und den er wesentlich mitzuleiten hatte/ zu verderben.Die Doktoren der Pariser Universität/ der Herzog von Bedfordund der Graf von Warwick waren nicht weniger im feindlichenSinne thätig. — Johanna war endlich nach Noucn gebrachtworden/ wo König Heinrich und die englischen RegierungSbe-hörden Residenz hatten. Weil man sie fortwährend noch füreine Hexe hielt/ bekam sie nun nicht blos eiserne Fesseln an dieFüße/ sondern wurde auch in ihrem Gcsängnißgcwölbe auch be-sonders in einen eisernen Käfig eingeschlossen. Englische Bogen-schützen bewachten sie unter Verhöhnungen und übler Behandlungmannigfacher Art; auch willigten die englischen Behörden nichtdarein/ daß sie/ wie es in der Ordnung gewesen wäre/ in dencrzbischöslichen Gefängnissen in Haft gehalten wurde. Der Bi-schof Cauchon wollte der öffentlichen Meinung wegen den Pro-zeß nur unter Mitwirkung einer' größer» Zahl gelehrter Theolo-gen und Juristen führen/ und die schlechtesten Interesse»/ besondersFurcht vor seinem Eifer und vor der despotischen Rache derEngländer schafften ihm eine Anzahl Genossen aus dem gelehrtenStande. Unter den nur gezwungen Beistand Leistenden standJean Lemaitre/ der Generalvikar des Inquisitors/ obenan;er suchte sich fortwährend so frei als möglich zu halten von derspeziellen Theilnahme an dem grausamen Verfahren gegen daSunglückliche Mädchen/ und nur unmittelbare Befehle deS Groß-inquisitors konnten einige Schwierigkeiten/ die er erhob/ beseiti-