Band 
Achter Band.
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mal eine Protestation zu ihren Gunsten erhob/ so daß ste denMißhandlungen der erbosten Feinde- die zugleich Richter undPartei, schutzlos überlassen blieb; aber daS einfache Dorsmädchcnfand einen viel mächtigern Schutz in ihrer Frömmigkeit undVaterlandsliebe und alle Arglist, alle Schlauheit der abgefeim-testen Juristen wurden an ihrer Einfalt zu Schanden*).

*) So finden sich n. A. folgend« Fragen und Antworten in den Verhörenverzeichnet: Welchen Segen sprächet ihr über euer Schwert oder ließetihr darüber sprechen? — Weder habe ich jemals einen solchen Segengesprochen noch sprechen lassen; aber das Schwert war mir gar lieb.weil ich es in der Kirche der heiligen Katharina, die ich sehr liebe, ge-sunden. — Was war euch lieber, euer Panier oder euer Schwert? —Ich liebte wohl vierzig»,«! mehr mein Panier, und ich trug es selberbeim Angriff auf die Feinde, um keinen zu todten, und ich habe niemalseinen Menschen getödiet. — Habt ihr auf euch selber oder euer Panierdie Hoffnung z» siegen gegründet? — Sie ruhte auf dem Herrn Jesuund auf nichts anderem, — Wenn Andere und nicht ihr es getragen,würde es da gleiches Glück gebracht haben? — Das weiß ich nicht; ichberufe mich dabei aus den Herrn Jesu. — Warum ward ihm bei derKrönung in der Kirche zu Nheims der Vorzug eingeräumt vor dem ir-gend eines andern Führers? — Es war bei den Kämpfen, so gebührteihm auch eine Stelle in den Ehren, — Machtet ihr die französische»Krieger glauben, euer Panier bringe Glück? — Ich machte nichts glau-ben; ich sprach zu den französischen Kriegern: Vorwärts ohne Furchtaus die Engländer, und ich drang selber ein. In bewunderungswürdi-ger Weise entging dieses doch so ganz ungebildete Dorfmädcheu den Fall-stricken, die man ihr legte, damit sie durch ihre eigene Antworten sichverderbe. So fragte man sie: Glaubt ihr im Zustande der Gnade zusein? Eine bejahende Antwort wäre als Hochmuth ausgelegt worden,durch eine verneinende hätte sie sich selbst für unwürdig erklärt, dasWerkzeug des göttlichen Willens zu sein. Sie antwortete aber: Bin ichnicht im Zustande der Gnade, so wolle Gott mich darein versetzen I Binich in diesem Zustande, so möge er mich darin erhalten, — Als derheilige Michael euch erschien, war er da nackt? — Glaubt ihr, der Herrhabe nichts ihn zu bekleiden? — Hassen die heil. Katharina und die heil.Margarethe, die Engländer? Sie lieben den, den Unser Herr liebt, siehassen, wen er haßt. — Und da man ihr von der trinmphirenden undder kämpfenden Kirche sprach, welche Unterscheidungen ihr unbekannt wa-ren und wo mau also sicher erwartete, sie werde etwas sagen, das alsKetzerei ausgelegt werden könnte, antwortete sie: Die Kirche und UnserHerr sind alles Eins. Ich kam zum König, geschickt von Gott, derJungfrau Maria, den Heiligen und der siegreichen Kirche vonOben; ihr unterwerfe ich mich, wie alles was ich gethan und noch thun