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denkbar/ und verfiel am Ende in völlige Geistesabwesenheit; daließ steh die Königin verleiten, in den StaarSrath den Herzog v.York zu berufen, der sich bald zu dessen Herr auswarf und stehvom Parlamente zum ReichSprotecror und Beschützer der Kircheernennen ließ (1454). Der König aber genas wieder, erklärtealSbald das Geschehene für nichtig und übergab dem Somersetwieder die Leitung der Angelegenheiten; Richard floh nachWales, erschien aber rasch wieder an der Spitze eines bedeuten-den Heeres. Es begannen nun die Kriege zwischen der weißenRose der Wort im er und der rothen Rose der Lancaster,welche Kriege eine Million Leben und achtzig Fürsten verschlun-gen haben sollen. „Zwei Männer, sagt ein Dichter, erheben sichdes Morgens von einem und demselben Bett, sie wechseln kaumein Wort und hassen einander; der eine ruft Bork! der andereLancaster! und zum Abschied kreuzen sie die Schwerter."
In der Schlacht von St. Alban (1455) fällt Somerset,wird Heinrich VI verwundet und gefangen. Richard, derden Grafen von Salisbury, einen Abkömmling der Planiagcncts,und dessen Sohn, den Grafen von Warwick, den Helden diesesKricgeS, für sich gewonnen, läßt sich nun abermals zum Protek-tor ernennen, unter der Clausel, daß er dieser Würde nicht wie-der entsetzt werden könnte ohne die Zustimmung der PairS. Nichtsdcstoweniger verfügt sich Heinrich, kaum genesen, ins Parla-ment und spricht die Absetzung Richards aus (1456). — Aufeine kurze Versöhnung folgen bald neue Feindseligkeiten. Yorkund Warwick, in Anklagestand versetzt (1460), ziehen mitHeeresmacht heran, der König wird zu Northampton geschlagenund eingekerkert. Richard läßt durch daS gefügige Parlamentden Ausspruch thun, daß ihm die Krone zu Recht gehöre, daaber Heinrich VI sie achtunddreißig Jahre lang getragen, sollesie erst nach seinem Tode an das Hauö Uork übergehen.
Die Königin Margarethe hatte sich nach Schottland ge-wandt, von wo sie nun mit einem nur durch Plünderung erhal-tenen Heere auf dem Kampfplätze erschien; beiWakcsield trafsie auf das Heer Uorks und ließ vor Beginn der SchlachtGalgen errichten, um die Gefangenen kurzer Hand auszuhängen.Richard ward geschlagen und gctödtet (30. Dezember), seinSohn, der sich ergeben, niedergemacht, der Graf von Salisburyenthauptet; dasselbe Loos trifft die vornehmsten Anhänger desHauseö Uork. Im vergossenen Blut ist eine neue Drachensaat