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des Hasses ausgesäet. Eduard, der junge Herzog von Uork,stützt sich auf Warwick, »den Königsmacher", einen FeudaleHerrn nach der Weise früherer Zeiten, eine unbeschränkte Gast-freiheit übend, auf seinen Gütern 30,000 Menschen ernährendund wann er in London HauS hielt, sechs Ochsen bei jeder Mahl-zeit verbrauchend; ohne Mitleid für die Edlen, bewies er im Kampfefür das Volk eine große Schonung; kühn und tapfer, aber ohneritterliche Hochherzigkeit, griff er an, gleichviel ob der Feind auchzwiefach ihm überlegen war, rechnete es sich jedoch auch nicht zurSchande, im Nothfalle zu fliehen. Mit seiner mächtigen Hülfezieht Eduard v. Dork in London ein (1461), wo er nicht vomParlamente, wohl aber von der ganzen Bevölkerung zum Königeausgerufen wird: die rothe Rose muß der weißen weichen.
Eduard IV v. Dort.
Heinrich und seine Familie hatten sich mit einem starkenHeere nach dem Norden gezogen und der Bürgerkrieg währtedaher fort. Zu Towton (29. März) kämpfte man bereits zweiTage lang während eines heftigen Schneefalls und 30,000 Manndeckten das Gefilde; da tödtete Warwick, der die Seinigen wei-chen sah, sein Roß und schwor, das Kreuz seines Schwertes küs,send, das Geschick des letzten Soldaten zu theilen; von diesemAugenblick an nahm die Schlacht eine andere Wendung, Eduardverbot Quartier zu geben, der Sieg verblieb ihm und durch einVerbrechen den Thron wieder gewinnend, den seine Vorfahrendurch Verbrechen verloren hatten, suchte er durch Grausamkeitund unerbittliche Rachethaten ihn zu behaupten; das Parlamentmußte alle Akte der drei letzten Regierungen für nichtig erklären,das Haus Lancaster und seine Anhänger ächten; damit hatte esEduard in der Hand, sowohl seine Feinde zu demüthigen wieauch seine Freunde zu belohnen.
Gegen die Zusage der Abtretung von CalaiS erlangte Mar-garetha von Ludwig XI eine erbärmliche Hülfe, auch dieSchotten traten für sie in die Schranken; bei Hcxham (1464)jedoch abermals besiegt, mußte die unglückliche Königin mit ihremSohne in einem Walde Schutz suchen, wo sie von Räubern aus-geplündert wurde, und während diese um die Beute sich stritten,konnte sie mit ihrem Knaben auf dem Arme entkommen; so be-gegnete sie wieder einem Räuber, der jedoch mitleidig sie nachden Niederlanden brachte, von wo der Herzog von Burgund sie