Band 
Achter Band.
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zu ihrem Vater geleiten ließ. Nach einem Jahre ward Hein-rich VL in seinem Versteck entdeckt und in den Tower eingesperrt.

Der „Königmacher" blieb indeß nicht lange in gutem Ein.vernehmen mit Eduard, insbesondere seitdem dieser sich mitElisabeth Woodvillc, der Wittwe des Lord Grcy (wegenseines Abfalls vom Hause Uork hingerichtet), vermählt hatte,durch deren Einsiuß die Anhänger Heinrichs Vt Verzeihungerlangten. Bei einem Aufstande in Uorkshire verloren n. A.Vater und Bruder der Königin das Leben, und Warwick (1469)hielt den König gefangen, unter dem Vorgeben, ihn gegen dieEmpörer zu schützen, sodann aber erklärte er sich im Einvcrständ-niß mit dem Herzoge von Cläre nee, des KönigS Bruder, gegendiesen, und verbunden mit Margarethe verjagten sie denEduard und setzten Heinrich, jedoch als ihr willenloses Werk-zeug, wieder auf den Thron; zu Prorektoren ernannt, vermiedensie indessen das Blutvergießen (1470).

Eduard kam aber bald von Burgund unterstützt nach Eng.land zurück, und Clarcnce, den nur die Hoffnung auf denThron mir Warwick verbunden hatte und der nun diese Aussichtsich entgehen lassen mußte, versöhnte sich mit seinem Bruder.Warwick wird bei Barnet erschlagen, Margarethe bei Tcw.keSbury besiegt und mir ihrem Sohne, dem jungen Eduard,gefangen (1477). „Warum bist du nach England gekommen?"fragt der König den vor ihn gebrachten jungen Prinzen. „Umdie Krone meines VaterS zu vertheidigen und mein Erbe", ant.wertete dieser. Der König schlägt ihm inS Gesicht und alSbaldmachen die Umstehenden ihn nieder.

Mit Hülfe seiner Geliebten und seiner Gläubiger kehrteEduard nach London zurück, wo Heinrich am nämlichen Tagestarb, wahrscheinlich in seinem Kerker ermordet: trauriges Endeeiner Regierung, die unter so glücklichen Auspizien begonnenhatte! Margarethe blieb drei Jahre gefangen und nachdem ihrLösegcld bezahlt worden, konnte sie wenigstens in der heimathli-chen Erde endlich Ruhe finden (1482). Die blutige Rache desKönigS und seiner Brüder Cläre nee und Glo erster fiel schwerauf die Häupter der Lancastcr'schcn Partei. Aber die Dingenahmen für Clarence eine schlimme Wendung, denn der König,ohnehin ihm noch Groll nachtragend, machte ihm den Vorwurf,daß er seine Justiz störe, d. h. nicht ganz einverstanden war mitden nicht enden wollenden ungerechten Prozessen und grausamen