Band 
Achter Band.
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Streithengstcs fortgerissen. Reit zu! Rcir zu! schrien Manchelustig; König Rudolf befiehlt, daß Einige ihm nachsprengen,ihn heraushauen, aber die ganze Heersäule stürmt vorwärts, undbald ward die Schlacht allgemein. Sie währte einige Stundenbei brennender Sonne zwischen der March und den Hügeln unddem Weidenbach. Um Mittag führte, wie scheint, König Otto.kar einen Vorbehalt herbei, und so brach er in plötzlichem An.prall des römischen KönigS Schlachthaufen, der hinwieder seinenim Weichen begriffenen Reitern zu Hilfe, den Ulrich v. Ca.pellen mit den 300 erlesenen Schwcrgcharnischtcn herbeirief.„In dieser Verwirrung, erzählt Kopp (t, 264), da das ReichS.Heer die bisher behauptete Schlachtordnung verloren, und KönigRudolf sie wieder zu gewinnen mit großer Anstrengung kämpfte,drang durch die getrennten Reihen vor vielen Andern ein feind-licher Ritter, suchte den römischen König, erkannte die hoheGestalt, warf und streckte seinen Strcithengst zu Boden. Rochim Augenblicke deS Sturzes hatte König Rudolf, die Größeder Gefahr vollkommen erkennend, durch Emporhaltcn des Schil.deS sich zu schirmen gesucht, und alsogleich stellte sich HeinrichWalter v. RamSwag, ein Ritter auS dem Thurgau, vor dengefallenen König, vereitelte den Anschlag auf dessen Leben undrichtete sofort denselben wieder auf. In dieser vcrhängnißvollcnStunde fühlte Rudolf (vergl. Urkunde dat. Wien 23. Juni1273) zu rechter Zeit auch die nachdrückliche Hülfe seines Freun-des und Vertraute», deS Bischofs von Basel. ES war in derNähe der Kirche zu Marchek, wo der römische König der augen-scheinlichen Todesgefahr nur wie durch ein Wunder entging,als Herr Ulrich der Capeller durch rasches Heranführen derNachhut Luft machte und das Treffen sich wieder herstellte."König Otto kar hatte zu hitzig verfolgt, zu weit; plötzlich fuh.ren Rudolfs Reiter zwischen seine Schaar und das Hinter,treffen, welches den Stoß nicht auszuhalten vermochte. Verwir-rung riß ein; der Markgraf Heinrich v. Hochberg schriefreudig: Sie fliehen! und Viele schreien es ihm jubelnd nach,und sprengen unaufhaltsam die Reihen der Feinde. Zu spät wen-dct sich König Otto kar nach dieser Seite, auch von den Ma.gyaren wüthend angefallen. Ottokars Heer löset sich, Vielestrecken die Waffen, noch mehr werden erschlagen oder in die tiefeMarch gejagt. Er selbst focht mit unübertroffenem Hcldenmuthefort, ein Unnahbarer, wie scheint auf Rettung durch die Nach.