Band 
Achter Band.
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hm hoffend, da er an deren Führer, Milota v. Diedicz,vordem Hauptmann in Steter, jetzt von Mähren, Eilboten ent-sendete. Da es heißt, ganze Schaaren nahmen Reißaus, einigeder ersten böhmischen Barone ritten nebst 600 Schwergeharnisch-ten »«verfolgt vom Schlachtfelde weg, so ist wohl die Nachhutleicht von dem bösen Beispiel mit fortgerissen worden, ohne Laßgerade Milota*) den schwarzen Verräthcr spielte, als welchenman ihn schildert. — Allerlei ward erzählt, vermuthet, auchZawisch von Rosenberg zum Verräthcr gestempelt. DaSMeiste hat wie gewöhnlich der Schrecken gethan; zahlreiche Hülfs-schaaren, welche eben eintrafen, als Ottokars Haufen fliehendzerstoben, wandten in Bestürzung schleunigst um, ohne nur einGefecht zu bestehen. Da taugten die lcichrbcrittcnen Ungarn undKumanen, meilenweit verfolgten sie; groß wurde die Zahl derGefangenen (Ottokars Bastard, NicolauS, Herzog von Trop-pau, befand sich darunter), der Erschlagenen rechnet man gegen12,000 oder noch darüber, erklärlich durch die hartnäckig vonOttokar und seinen Tapfersten fortgesetzte Gegenwehr, da derVersuch, sich nach Drösing durchzuschlagen, scheiterte. Immerdranger ward er umschlossen. „Da geschah, sagt Kopp (1, 269),nach längerem Kampfe, daß, als noch mehrere von seiner Handgefallen, König Ottokar durch österreichische Krieger, unterwelchen sich Herr Bcrchtold, der Truchseß von Emerbergbefand, schwer verwundet und sammt dem Pferde zu Boden gerstreckt wurde. In dieser Lage wurde er erkannt und, seiner nichtmächtig, von einem Edlen, der ihn gerettet hätte, gefangen erklärtund abgeführt; bald aber, da er vor Ermattung nicht weiterkonnte, auf das Erdreich niedergesetzt und ihm der von vielenStreichen zerhämmerte Helm abgenommen, daß er freier athmenkonnte. Landherren aus den Herzogthümern (der junge Sei-fried v. Mehrenberg, dessen Vater Ottokar hängen ließ, solleiner davon gewesen sein), die den hülflosen König hier erblick-ten, brachten ihm aus Rachgicr in wilder Wuth ohne Erbarmenso viele Wunden, man redet von siebzehn, bei, daß er unter denStreichen starb." Ein anderer Bericht läßt ihm durch zwei Un-garn tödtliche Wunden versetzen**). Die Leiche blieb liegen, und

*) Milota vonDedie, Obersilandkämmerer von Mähren, nach Palackh>

*') Nach Mailath, Geschichte Ungarns; König Ladislav habe ihnenfür diese That das Dorf Zrin im Szatmärer-Comitat ertheilt; die von