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Herzog von Brabant, in fünf Schlachten besiegt hatte/ machteihn die sechste zu dessen Gefangenen. „Wer bist du ?" redete ihnder Herzog an / als er vor ihn geführt wurde. „Der Graf vonNassau/ ein armer Edler deS Reiches. Und du— „Iohann /den du hartnäckig bekriegtest und dem du fünf seiner besten Feld-herren in fünf Schlachten erschlagen." — „Ich wundere mich/daß du meinem Schwerte entgangen/ das nur gegen dich gerich-tct gewesen." Diese Kühnheit gefiel dem Herzog/ der ihm seineFreundschaft antrug und ihn reichbeschenkt entließ.
Als ReichSoberhaupt nahm er sich das Beispiel Rudolfszum Muster/ indem er Friede» und Gerechtigkeit zu erhalten/
schuh hinwerfen solle, fuhr Alb recht in seine Herrschaften. Gefürchtet warder und sein harter, standhafter Sinn; I>art als ein -lchanias war s^n6ea>üt (Oltok. Reimchrouik). Für Geld und Waffen erfindungsreich,vermochte er Gewaltiges auszuführen, wie er es auch beabsichtigte, undmanche Eigenschaft, des größten Monarchen würdig, schuiückle ihn. Leichtschien er Unbilden zu vergessen, nur Doppelzüngigkeit konnte er nichkausstehen; kein Verdacht ehelicher Untreue traf ihn, vielmehr erglühtesein Eifer gegen Jeden, der dse Fraueuchre anzutasten wagte. Doch warsein Aeußeres abstoßend besonders durch Augenleiden, und sein Antlitzblaß uud fortan ernst. Es ist kaum zu bezweifeln, daß er durch Bevoll-mächtigte den, König Adolf den Vasalleneid schwören und die Leheninnthen ließ; kaum wäre sonst begreiflich, wie er Hütte, ohne vorherjenen friedfertigen, freilich schweren Schritt zu thun, wagen dürfen, dieLande am Rhein zu verlassen und nach Oesterreich zufahren; auch würdeohne die geleistete Huldigung nicht späterhin der Vvrwnrf wider Alb-recht erhoben worden sein, er habe die Leheustreue gebrochen und sei-nen König erschlagen. Das Belehnen erfolgte nach Auslieferung derunter Obhut behalten«! Reichsinsiguien uud Kleinodien. „Die allerhei-ligsten Reliquien", sagt Lichnowöki (II, 54), die Dornenkrone unseresgöttlichen Heilands und Herru, der Speer, mit dem Seine Seite durch-stochen, der Nagel, mit dem ein Glied Seines Leibes war an das Kreuzgeheftet worden, diese Zeichen der unnachahmlichsten Demuth und uner-gründlichsten Liebe waren nebst den Krönungsinsignien zu Trifels oderHegenau aufbewahrt. Er befahl, dieselben sowie die übrigen Kleinodienuud das Rcichsschlvß Trifels dem neuen Könige zu beständigen." Diesnach der Reimchrouik: Lu ollom i» Iluolrvertixe» 8!ten ru ihm äerüorLox -Hinwollt, unä laist sein Ikoolit. -dlso tot er Iierwi-äor. Xueli wart verriebt siäer, was svvisellenj n lax uneben, üo gasuu Llnä ebain; von äenr Ivunix sieb cko krerv n I ei o lr vrlaubt äor vonÖsterreich, vnil kurbor u« I-aniuI tiar, ja 6olsannä der xe lluäenburxxelunäeu." Damberge.r, A. a. O-, Bd. XII, VII. Zeitraum, II. Ab-schnitt I. D. B.
Sank», ^Zeitgeschichte. VM.
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