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durch Heirathen Bundesgenossen zu gewinnen und seinem Hausedie großen Reichslchen zuzuwenden suchte. Albrecht jedochgab sich nicht zufrieden und traf alle Maßregeln / um die ihmrntgangene Krone doch noch zu gewinnen; nachdem er die ein-flußreichsten Fürsten auf seine Seite gebracht/ rüstete er eine an-sehnliche HcereSmacht auö und ließ Adolf des Thrones für ver-lustig erklären unter der Anschuldigung großer Verbrechen. BeiGöllheim trafen die beiden Gegner aufeinander; Adolfs geringeMacht unterlag/ er selbst fand den Heldentod und die Kurfürsten/von Albrecht durch Geld und Zugeständnisse größtemheilS ge-Wonnen/ wählten diesen zum römischen König*).
") „Adolf von Nassau verkannte die schwankende Natur des Bodens, aufdem er stand, ein Wahlkönig, ohne nennenswerihc Hausmacht, ohne re-gelmäßige Einkünfte, völlig vom guten Willen der großen und selbst derkleinen Vasallen abhängig. Der Glanz der Krone blendete ihn. Zuge-geben, daß die Forderungen des Habsburgers, des Königs Wenzel,mancher Reichsstädte und des Vetters Erzbischof Gerhard von Mainzüberspannt waren, einsehen mußte er doch, daß er sich nicht hallen könne,wenn er diese mächtigen Reichsglieder zu Feinden habe, von den vielenminder mächtigen nichts zu sagen, und daß es keine Wahl gebe, alswenigstens die einflußreichsten zn gewinnen oder abzudanken. Adolfwar ein trefflicher Degen, aber durchaus kein Mann für Klugheit undGewandtheit erfordernde Staatsgeschäfte, und was das schlimmste, erumgab sich auch blos mit tapfern Rittern, den Leuten von der Federabgeneigt. Vor Mainz bezog Albrecht ein Lager Anfangs Zuni (1L68).Zn diese Stadt versammelten sich, da Frankfurt parteilos nicht öffnenwollte, um den geschäftigen Erzbischof Gerhard nach langem Wartender Herzog Rudolf von Sachsen, der Markgraf Otto der Lange vonBrandenburg ldessen Sohn Hermann mit Albrechts Tochter Annavermählt worden), vielleicht auch Markgraf Otto IV mit dem Pfeil,der Herzog Casimir von Oppeln als Abgesandter des böhmischen Königsund ein Bevollmächtigter des Kölner Erzbischofs, und diese maßten sichan, den römischen König Adolf, Grafen von Nassau, durch dreimaligesVerrufen vom Chor im Dome vorzuladen, daß er sich wegen gräulicherAnklagen rechtfertige. Dem bestellten Gerichte saß der Erzbischof Ger-hard vor, der Herzog von Sachsen und der von Oppeln traten als Klä-ger auf. Bezüchngt wurde Adolf des Meineids, der Wortbrüchigkeit,der Verletzung seiner eigenen Handfesten, der Bestechlichkeit als Richter,der Richtaufrechthaltung des Landfriedens, der Annahme des Soldes voneinem Geringern (dem König von England); auch ward ihm aufgerech-net , was manche seiner wilden Söldner an Kirchen und Klöstern ge-frevelt, und überhaupt, daß er das Reich nicht gemehret, sondern gemin-dert habe. Eidliche Aussagen mußten das Alles erhärten, scheinbar