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Albrecht I. 1S88.
Der schon im Aeußern abschreckende, einäugige, strenge Alb-rrcht, jeder Freiheit fcind, folgte starr nur dem eigenen Willen,was manche beschönigend Festigkeit des Charakters nennen. Er
wurde König Adolf dreimal zitirt vor das Kurfürstengericht, obwohl derPfalzgraf fehlte, welchem angeblich das Zitationsrecht zustand, und nach-dem man so obenhin einige Förmlichkeiten beobachtet, wurde der Spruchausgefällt. Tags darauf, erzählt Lichnowski (II, 130), bei Sonnen-aufgang. versammelien sich die genannten Churfürsten und Botschafterund erklärte» einhellig, daß keiner im Reiche der nun erledigten könig.lichen Krone so würdig sei als Albrecht von Habsburg, Herzog vonOesterreich und Steter, wegen seiner Ehre und Kraft, seines Reichthumsund männlichen Muthes, seines Geistes und seiner Tugend, deshalbwäre er guter Schirmer und Vogt. — Bei dem Läuten aller Glockenund dem Zuströmen des Volkes traten sie in St. Martins Dom aufden Hochaltar zu und schworen mit gen Himmel erhobener Hand: vorsechs Zähren sei von ihnen, weil sie keinen würdigern gekannt, GrafAdolf von Nassau zum Thron berufen worden; Anfangs habe er sichweise benommen, bald aber allen guten Rath verachtet, und sich derKrone unwürdig gezeigt; deßhalb hätten sie den Entschluß gefaßt, ihnabzusetzen und dem heiligen Vater es kundgethan. Nunmehr vollzögensie dieses und wählten hiemit den Herzog Albrecht zu ihrem Köuig.Darauf traten sie vor das Thor und der hierzu beauftragte Crzbischofvon Main; rief laut zu dem Volke: Zch berufe und benenn« zu einemKönig des römischen Reiches den Herzog Albrecht von Oesterreich undSteier. Dem Erwählten überbrachte Seitens des Erzmarschalls HerzogAlbrecht von Sachsen der Erbmarschall von Pappenheim die Reichs-fahne ins Lager vor der Stadt. Zum Entsetzten aber ward ein Botegesendet mit einem Schreiben, worin ihm, als sei er nun wieder blosder Graf von Nassau, das Vorgegangene einfach angezeigt wurde. Be-reits früher hatte er gegen das ganze Verfahren jener Fürsten als unge-setzliche Anmaßung Fürsprache erhoben (und ohne Zweifel den Papst alsobersten Schiedsrichter angerufen)." Es schlug die Stunde der Entschei-dung durch die Schärfe des Schwertes und Adolf brannte vor Begierde,dies zu beschleunigen. Es brach der 2. Juli an. Die Ruhe abkürzendschaarte alsbald der kampfbegierige König sein zwar mnthiges, aber anZahl weit nachstehendes Heer. Da kamen Kundschafter und berichteten,der Mainzer und Albrecht hätten sich überworfeu, ersterer sei ausDreisen auf dem Rückzüge, sein Lager habe er anzünden lassen. Adolfsah die brennenden Zelte, sah den Rückzug der Feind« gen Kaiserslauternund ließ, die List nicht merkend, auf den Rath Einiger sogleich nach-jagen. Das erste Treffen gehorchte dem Befehl; als es aber an den Fußdes Hasenbüchels kam, wendete Albrecht sein Heer plötzlich um und er-wartete die Bayern und Pfälzer auf der Höhe. Jetzt erkannte Adolf
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