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Heinrich VII von Luxemburg. 1308.
Friedrich der Schöne, der seinem Vater Albrecht alsHerzog von Oesterreich und Steier nachfolgte, strebte nach derRcichükrone, aber die Kurfürsten, sieben Monate lang in der Wahl
(l. Mai), wo sie den König tödteten, bat Johann nach der Messe denKurfürsten von Mainz und den Bischof zu Constanz in sehr uachdrucks-vollen Worten, mit König Albrecht um sein Erbtheil zu sprechen.Der König rief ihn, versprach, auf unbestimmte Zeit. Zugleich suchte erihn durch den Mainzer Kurfürsten zu bewegen, daß er den vorhabendenKrieg mit Böhmen answarte. Der Jüngling schwieg, sein Herz wurdeerbittert, murmelnd ging er fort. Albrecht rief ihn zurück, er bot ihm100 Pferde nach eigener Wahl. — Bei Tafel kam Nachricht von Annä-herung der Königin und wurde beschlossen, ihr entgegenzureiten. Mitt-woch Nachmittags, am 1. Mai, ritt König Albrecht von dem Steinzu Baden, wo er mit seltener Frohheit eine Maicnfahrt hielt, herunter.Mit ihm waren, außer dem von Laudeuberg und Eberhard V-Walsee, seine angesehensten Räthe vom Land Oesterreich (AlbrechtV.'Puchheim, Stephan der Michlaner, der lange Cape ller),dann sein Vetter Gr. Bnrkard v. Hohenberg und viele andere Die-ner und Herren. Scherzend (oolloguils sulatiosls) ritt der König durchdie Thalgründe an die Neberfahrt bei Windisch; hier wurde er unterdem Scheine, daß der Kahn möglichst wenig beschwert werden dürfe, durchdie Verschwornen von allen Uebrigen getrennt. Auf dem Stammgut indem Eigen, durch das große Kornfeld unten an den Hügeln, wo Habs-bnrg ist, in der Ebene, wo die alte Vindoniffa lag, ritt König Albrechtzwischen dem v. Eschenbach und Wart; Balm folgte; Johannsäumte, das Schiff aufzuhalten, daß es nicht schnell mehrere herüberhole.Als er kam, raunte man ihm zu, der Augenblick sei da. Man kam inGebüsche; Johann hervor: „Es ist genug!" (Beitel, d. i. wartet nichtmehr.) Der v. Eschenbach fiel dem König in den Zaum; Albrechterstaunt, hielt es noch für Scherz. Plötzlich Herzog Johann laut:„Hier der Lohn des Unrechts!" und rannte den Speer ihm in die Gur-gel (Nach Ottokar Reimchr. schrie der König: Hilfe, Vetter! und dannerst Johann: „Das ist die Hülfe," wobei er von hinten ihn durchrannte).Da spaltete Balm ihm den Kopf; da schlug Eschenbach ihn durch dasAntlitz. Betäubt stand Wart. Nach einem lauten Schrei sank der Kö-nig in sein Blut; ein armes Weib sah die That, lief ihn aufzunehmen;der König starb in ihrem Schooß. In diesem Augenblick eilte sein alterKanzler, der Straßburger Bischof, herbei, fand ihn sprachlos, küßte dieblutüberronnenen Wangen, lud ihn auf einen Wagen. Ganz Brugk liefheraus; das Land bewegte sich; Eastelen sprengte den Mördern nachund kam zurück mit drei ihrer Knechte. Herzog Johann soll sich aufdes Königs Pferd geschwungen haben. Gewiß ist, daß sämmtliche Mörderauf verschiedenen Wegen davon flohen, gejagt mehr noch Von den Furien