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Achter Band.
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am 27. November 1308 den Grafen Heinrich von Luxemburgzum römischen König, nicht ohne sich vorher mit demselben ver-ständigt zu haben. „Seine persönlichen Eigenschaften empfahlenihn allerdings; er hatte ein würdevolles Aeußcre, viel Einneh-mendes in seinem Betragen, ritterlichen Sinn und große Ge-wandtheit in der Waffenführung, ja den Namen des ersten Tur-nierhclden, der gefunden werden mochte; ferner Eifer für Hand-habung der Gerechtigkeit und öffentlichen Ordnung, und denSpruch der Schrift: Ueeta jnäirmke, ülii ltomimim! stets imMunde. Sein Ländchen wußte er in Ruhe zu erhalten, strengund kräftig gegen adelige und unadclige Räuber einschreitend.War sein Besitzthum nicht groß, so gehörte doch sein Geschlechtzu den ansehnlichsten des Reichs"* *). ES ward sogar der Ver-such gemacht, die Belehnung Friedrichs mit Oesterreich undSteirr zu hintertreiben und diese Lande wieder der böhmischenKrone, als der früheren Besitzerin, zuzuwenden, aber He in rieh VIIhatte ein zu großes Interesse? sich mit den mächtigen Habsbur-ger» auf guten Fuß zu stellen, als daß er eS hätte wagen sollen,offen mit ihnen zu brechen, und als die stolzen Herzoge mit einemviel größeren Heergefolge, denn das königliche war, beim Reichs,tage von Spcicr (September 1309) erschienen, bestätigte sieHeinrich ohne Weiteres in ihren Besitzungen, eher um ihreTheilnahme am Römerzuge und an dem Unternehmen der Erwer-bung Böhmens zu gewinnen, denn aus Furcht.

Im letztgenannten Reiche war auf Ottokar 11 sein SohnWenzel IV gefolgt, einer der gerechtesten Fürsten seiner Zeit,der mit dem Vorhaben umging, von italienischen Rechtsgelehrte»ein Gesetzbuch abfassen zu lassen, aber durch den Widerstand derGroßen, denen die Unordnung im Rechtswescn ein Vortheil warund die ebenso wenig etwas von der Stiftung einer Universitätwissen wollten, an der Ausführung dieses Planes verhindert wurde.Er hatte seine Staaten dermaßen vergrößert, daß sie wieder denUmfang erlangten, den sie gehabt, ehe sein Vater Oesterreich andie Habsburger verloren. Da er übcrdem zum Könige von Un-garn und einem Theile Polens erwählt worden (1300—1), gebotihm Albrecht von Oesterreich, der ihn, obgleich sein Schwa-ger, haßte, weil er in ihm das Hinderniß der Vergrößerung sei-

sorgfältigen Forschungen des Pros. Kopp in Luzern theils völlig erfun-den, theils wenigstens sehr übertrieben, D. B.

*) Damberger, A, a. O. D. B.