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ncS Hauses erblickte/ alS seinem Vasallen/ diesen Kronen zu ent-sagen und verhängte die RcichSachc über ihn/ ohne jedoch ihmgegenüber sein Verlangen durchführen zu können.
Er starb jedoch bereits im Alter von 34 Jahren und sein SohnWcnzelV (1305—6) erkaufte von Albrecht durch Abtretung vonMeißen den Frieden und die Belohnung mit Polen und Böhmen/ward indeß bald ermordet. Da die männliche Linie mit ihmendete/ erklärte Albrecht/ die vier Schwestern Wenzels über-gehend/ das ReichSlehcn Böhmen für verfallen und verlieh cSseinem Sohne Rudolf/ der sich mit der verwittweten KöniginElisabeth von Polen vermählte; dabei ward ausgemacht/ daß/falls das österreichische Hauö erlösche /' die böhmischen Königeseine Herzogthiimcr erben sollten/ und umgekehrt. Da nun Ru-dolf bald darauf starb (1307), hätte Friedrich der Schönesein Erbe in Böhmen sein sollen, die böhmischen Großen aberriefen Heinrich von Kärnthen, den Eidam Wenzels IV,zum Könige auS; da indessen dieser Fürst durch Habsucht undHärte sich bald allgemein verhaßt machte, wandten sich die Großenan den römischen König Heinrich VII und boten ihm mit derHand der Elisabeth, einer andern Tochter Wenzels, dieböhmische Krone für seinen Sohn an. Der Vorschlag ward an-genommen, Johann von Luxemburg gekrönt, Heinrich vonKärnthen entsetzt (1310). In solcher Weise waren die deut-schen Kaiser nun vorzugsweise auf Erhöhung ihrer Familien undVergrößerung ihrer Hausmacht bedacht; cS handelte sich nichtmehr um Guelfcn und Ghibellinen, um den Vorrang des Sacer-dotiumS oder Imperiums, sondern es wetteiferten die HäuserBöhmen, Bayern, Oesterreich um Thron und Besitz.
Heinrich VII verlangte sehr über die Alpen zu gehen, umsich in Italien die Kaiserkrone zu holen und in der Hoffnung,dort ein weiteres Feld für seine großen Pläne zu finden, die mitseinen geringen Mitteln im Widersprüche standen und in denkleinlichen Kämpfen mit den Neichsfürsten sich vollends aufrieben.Er trat daher den Römerzug an (1311) und wir werden aneiner andern Stelle berichten, wie er auf italienischem Bodenüberall die ghibellinische Partei wieder inS Leben rief, zu Mai-land die Krone der Lombarden, zu Rom aus den Händen dcSPapstes die Kaiserkrone erhielt. Er trug sich mit dem Gedanken,ganz Italien unter seinem Szepter zu vereinigen, vielleicht auch,seinen ständigen Sitz in diesem Lande aufzuschlagen, aber in den