Band 
Achter Band.
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Kriegen, die er mit wechselndem Erfolge führte, behinderte ihnstets die Gcldnoth. Auf dem Zuge gegen König Robert vonNeapel, der an der Spitze der Guclfen stand, erreichte ihn derTod (1313) zu Buonconvrnto.

Friedrich von Oesterreich und Ludwig von Bechern.

Friedrich der Schöne bewarb fich um seine Nachfolgeals römischer König, während die Mehrzahl der Kurfürsten sichfür den Herzog Ludwig von Bayern entschied; die Minder-zahl beharrte jedoch dabei, Friedrich zu wählen, so daß dieWahl zwiespältig wurde; Ludwig wird (20. Oktober 1314) zuFrankfurt gekürt, zu Aachen vom Erzbischof von Mainz, dem Kur-erzkanzler, gekrönt (26. November); Friedrich zu Bonn (25.No-vembcr) vom Erzbischof von Köln gekrönt. „Deutschland, daSheilige römische Reich hatte nun Gegenkönige, und diese,zwei Enkel deS Königö Rudolf, waren Jugendfreunde; dennLudwig, von seiner Mutter Mathilde alS zehn- bis elfjähri-gcr Knabe nach Wien an den Hof ihres Bruders gebracht, wardort mit den Vettern Friedrich und Lcupold erzogen worden.Wer hätte das gedacht, daß durch diese befreundeten und gut gear-teten Prinzen das Vaterland sich traurig spalten, sich selbst in lang-wierigem innern Kriege so abmatten und zerfleischen würde, daßes, schon vorher ohne Kraft und Ansehen, völlig in Schmach undOhnmacht versank und der Glanz erlosch, welchen die erste Kroneder Welt bisher darauf niederstrahlte! Wer hätte dieses erwar-tet von Prinzen wie Friedrich undLudwig, die beide Eigen-schaften und Tugenden besaßen, dergleichen selten einen Thron,inhabcr zieren! Man vergleiche mit ihnen den leichtfertigen,genußsüchtigen, phantastischen, ausschweifenden Zeitgenossen KönigJohann von Böhmen, oder einen der damaligen Kronenträger.Nur König Robert von Neapel und König Diniz von Por-tugal verdienen neben Friedrich und Ludwig genannt zuwerden. Jener befand sich eben in der Blüthe seines Alters,geboren im Jahr 1225, ein verständiger, großherziger, außeror-dentlich thätiger und lebhafter junger Mann, kühn zu jedem gro-ßcn Unternehmen, dürstend nach Thaten ritterlichen Sinnes, unddoch kein wilder KricgSmann, sondern ein wohlgesinnter, höf-licher und liebreicher Herr, welcher überdies, in damaligen Zeitenfast daö Nöthigste und Empfehlendste, so viel äußere Vorzüge be-saß, daß man ihn nur mit Vergnügen und Bewunderung an-