Band 
Achter Band.
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dieser mit einer Person besetzt sein wird, von der sie zu erlangensein dürfte. Diese neue Freundschaft ist nach ihrem beidcrsciti.gen Ableben von deS Königs Kindern und deö Herzogs Brudernaufrecht zu halten. Käme Herzog Friedrich nach des KönigsTode zum Königthum, so solle er die Kinder Ludwigs mitAllem, was sie vom Reiche haben, belehnen, namentlich mit derMark Brandenburg. Auch das Abkommen mit Herzog Rudolfsvon Bayern Kindern werde aufrecht erhalten; desgleichen allePfandschaften. Würde alles dieses nicht vollbracht, so habe,seinem Eide gemäß, Herzog Friedrich am nächsten 24. Junisich wieder nach Trausnitz in die Haft zu stellen. Endlich soll erfür seine Person dem Könige nach AuSspruch des v. Hennebergund v. Nürnberg sich (um das Lösegeld?) verbindlich machen*).Herzog Friedrich reiste sofort nach Wien, „mit großem Jubelvon der österreichischen Gränze an das ganze Land hindurch em.pfangen, gelangte er in die Hauptstadt. Der Bart, den er wäh-rend den dreißig Monaten seiner Gefangenschaft unberührt hattewachsen lassen, machte ihn Vielen unkenntlich. Es ward ihm derSchmerz, seine geliebte Gemahlin Jsabella blind zu finden;der Kummer über sein Unglück hatte ihr das Augenlicht gekostet" **).Anfangs blieb der Inhalt des Trausnitzer Vertrags verschwiegen,aber schon daß ein Vergleich mit Ludwig zu Stande gekommen,verbreitete Bestürzung unter dessen Feinden und ohne Zweifelhat Herzog Leupold darüber alsbald nach Avignon berichtet;denn schon unterm 4. Mai soll Johann XXIt „dem erwähltenrömischen König Friedrich" geschrieben haben, daß er sich überdie Beendigung seiner Gefangenschaft freue; indem er aber zu-gleich alle von demselben bei der Loslassung gegen Ludwig ein.gegangenen, selbst eidlich beschwornen Gelöbnisse und Verträgefür nichtig erklärt, einmal weil offenbar nur durch Furcht er-preßt, und vornehmlich, weil der heilige Stuhl längst verbotenhabe, dem excommunizirten Ludwig in irgend etwas zu seinemangemaßten Reichsregiment beförderlich zu sein, befahl er ihmschließlich, unter Strafe des Bannes ipso kneto nicht mehr inLudwigs Gefangenschaft zurückzukehren, noch ihm, so lange jenerexcommunicirt bleibe, auf irgend eine Art zu gehorchen. Mandürfte freilich argwöhnen, daß hier wieder Betrug obwalte;

*) Lichnowski, A. a. O.

") Lichnowski.

D. B.D. B.