Band 
Achter Band.
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und Ludwig sich nur um so enger aneinanderschlossen, fest ent-schlossen , den das Reich und die eigenen Lande verderbendenKampf um die Krone für immer ruhen zu lassen. DaS gegensei-tige unerschütterliche Vertrauen auch vor den Augen der Weltauffallend zu bethätigen, bat König Ludwig, der, wie scheint,einen Zug nach Brandenburg seinem Sohne zu Hülfe vorhatte,den Herzog Friedrich, die Verwaltung Bayerns mittlerweilenzu übernehmen, und dat. München 1. September 1325 bekannteFriedrich als Herzog in Oesterreich und Steter, daß er sichnntcrwunden habe als Treuenhändler der Ehewir-thin und der Kinder seines Herrn deö römischenKönigö Ludwig und ihresLandeS zuBayern und ihrersonstigen Besitzungen, ihrer und der in des Königs Namen, wennder im Lande nicht ist, z» pflegen als ihr Pfleger,desgleichen auch wenn Ludwig stirbt, bis dessen Söhne volljäh-rig sind. Mit welchem Erstaunen die Nachricht hievon und daßbeide Fürsten brüderlich in demselben Gemache schlafen und zu-sammen speisen, vernommen wurde, deuten Chronisten an. Esward aber noch Erstaunlicheres ausgemacht, denn eine Urkundedat. München 3. September 1325 sagt: Wir Ludwig vonGottes Gnaden Römischer König und WirFriedrichHerzog von Oesterreich versehen öffentlich durchdiesen Brief u. s. w. (ES handelt sich um die Schlichtungeines Streikes zwischen einem deutschen und einem italienischenReichsvasallen.) Damit König Ludwig im kommenden Jahreselbst über die Alpen ziehen könnte, suchte er, was sich nur er-sinnen ließ, auf, den hartnäckigsten Feind in Deutschland, denHerzog Leupo ld, zu entwaffnen. Man bearbeitete verschiedeneÄuSgleichungSpläne, das Unerhörteste enthielt der, gegeben zuMünchen an dem Pfintztag vor U. L. Frauen Ertagals sie geboren ward, 1325 im eilften unsers Reiches(Spt.), worin sich Ludwig und Friedrich verbinden, das römi-sche Reich, dazu sie Beide gewählt und gcweihet sind, mit allenseinen Würden, Ehren, Rechten, Leuten und Gütern und waSes hat und dazu gehört in der ganzen Welt mit einander gleichals eine einzige Person, einer nicht besser als der andere undjedweder nicht mehr noch minder, zu besitzen, haben, pflegen undhandeln. Wichtige Sachen wollen sie zusammen thun und dannin dem Vorsitz wechseln, minder wichtige soll Jeder für sich, aberzugleich im Namen deö Andern thun, welchen er dann vorsetzt,