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Friedrich/ dem die Fortführung des Königstitels gestattetwurde/ für Ludwig erklärten: so trug die von dem hcrrschsüch-tigen Herzog Otto angeregte Spaltung im Hause HabSburg/der Tod eines andern der Brüder/ des Herzogs Heinrich vonKärntheil/ und endlich der Tod Friedrichs nicht wenig dazubei/ Ludwig zu befestigen. Der unglückliche/ edle und helden-mürhige Friedrich, der in den letzten Jahren ganz gebrochengewesen und Oesterreich nicht wieder verlassen hatte/ war unge.fähr 44 Jahre alt geworden (f 13. Januar 1330); seine frommeGemahlin überlebte ihn nur wenige Monate.
Zu Speier ward auch nebst einem allgemeinen Landfriedenferner beschlossen, den Zug nach Italien endlich anzutreten, aufwelchen die dortigen Ghibellinen immer stürmischer drangen,Ludwig anliegend, die Reichstreuen jenseits der Alpen nichtgänzlich zu verlassen, seine Rechte auf die lombardische und rö-mische Krone nicht dem Franzosen abzutreten. Die weltlichenHerren waren mit dem Vorhaben einverstanden, nur die Präla-ten äußerten Bedenklichkciten gegen einen Zug nach Lombardienund Rom, bevor die Aussöhnung mit dem Papste bewerkstelligtsei. Ludwig ließ sich jedoch hiedurch nicht abhalten, auch daihm die vornehmen Prälaten die Begleitung verweigerten, undzu Trient (März 1327), von vielen Führern der ghibellinischcnPartei empfangen, mit Truppen und Geldmitteln versehen, em-pfing er mir großem Prunk und Glanz zu Mailand (am Pfingst-sonntag) vom cxcommunicirten Bischof Guido v. Arezzo dieKrone der Lombarden. Kannte er auch jetzt schon die peinlichstenErfahrungen hinsichtlich der heillosen welschen Parteiunge» undTreulosigkeiten, mußte er auch Pisa mit Gewalt der Waffenzwingen, so ward er doch in Rom (7. Januar 1328) mit lautemJubel empfangen, denn daS römische Volk war schwer erbittertüber den französischen Papst, der es verschmähte, in seine Mittezurückzukehren. Diese Stimmung benutzend, ließ Ludwig beieiner Volksversammlung auf dem Kapitel vortragen, er sei nurdeshalb nach dem heiligen Rom gekommen, um der von ihremBischöfe verlassenen, trauervoll gewordenen Hauptstadt der Weltdie früheren Ehren und die einstige Herrlichkeit wieder zu ver-schaffen; zugleich ward beschlossen, daß dem Volke von Rom dieMacht zustehe, von sich aus über die Angelegenheiten des Kaiser-reichs und über Alles, waS die Staatsordnung berührt, Gesetzezu geben und sie vollziehen zu lassen, ein Beschluß, wodurch dem