Band 
Achter Band.
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mein die Art, wie der blinde Johann blindlings, auS Ehrge-fühl sagte man, inö Schlachtgewühl stürzte und umkam, als denrühmlichsten Heldentod bewundert hat. Ja bis zum heutigenTag haben selbst die Deutschen, denen doch am ehesten hätten dieAugen aufgehen sollen, ein lobpreisendes Urtheil über diesen undandere Luxemburger gefällt, obwohl gerade von ihnen das Reicham tiefsten heruntergebracht und heillos zerrüttet worden ist.Schon Heinrich VII ließ sich von Philipp dem SchönenAlles gefallen, drückte die Augen zu über den Raub Lyons undmanches Andere. Daß Sohn und Bruder dem edlen Habsburgerdie Krone deS Reichs nicht gönnten, sondern dafür den Mittels-bacher, der eS nicht verlangte, auf den Thran erhoben, und daSUnheil langen Zwiespalts herbeiführten, würde Entschuldigungverdienen, wäre ihrem Handeln eine bessere Absicht zu Grunde ge-legen als die, unter einem machtlosen Rcichsoberhaupte nach Gut-dünken schalten und die niedrige Habgier auf Kosten des Ganzenbefriedigen zu können. Nur an ihnen lag die Schuld, daß Jo-hann XXII den Ludwig nicht anerkannte, selbst als der Pfalz-graf, und bald auch der Kölner und der Sachse nicht mehr wider-sprachen; weder zu PariS noch zu Avignon thaten sie ernstlichSchritte zu seinen Gunsten, und wenn Johann den Sieg beiMühldorf erfechten half, so that er es dem Abenteuer zu Lieb,und weil, wurde Bayern vom Oesterreichs völlig überwältigt,auf seinem eigenen Haupte die böhmische Krone nicht mehr festsaß. Und wie ließ er sich vom Neichsoberhaupte nicht seine ge-ringen Dienste, seine laue, zweideutige Freundschaft bezahlen!was erwarb er zu Böhmen, in Mähren, in Lausitz, in Schlesien!waS in den Rheinlanden l Selbst die Krone Polens winkte,und wenn sie ihm, dem vom Glück Gehätschelten, und seinen Nach-kommen entging, so lag die Ursache blos in seinem unstätcnSinne, der bald dort bald da neue kleinliche Händel aufsuchte,an seiner knabenhaften Genußsucht, die ihn so oft nach PariSlockte und um so viel Geld brachte, und zuletzt an seiner unbän-digen, höchst unpolitischen Leidenschaftlichkeit. Da dem Hoch-und Uebermüthigen eines TagcS der Gedanke zu Kopf stieg, ersei der Mann, welcher sich nur vor die Augen der haderndenLombarden hinstellen dürfe, damit sie alle von Bewunderung er-griffen ihm zu Füßen fallen und als ihrem Signore huldigen,so wollte er Tirol, das Thor der Lombardei, au sein HauS brin-gen und die mannhafte Tirolerin Margaretha Maultasch