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wurde mit seinem schwächlichen Knäblein zusammengekettet. Alssich das unnatürliche Verhältniß aber auf eine Weise löste/ daßeine Wiedervereinigung unter die Unmöglichkeiten zu rechnenwar/ gcberdete sich der wahrhaft blinde Vater närrischer als derbeschimpfte Sohn/ nur Pläne der Rachgier wurden auögesonnen/mehrmals Unterhandlungen/ welche für daS entlegene Tirol weitWerthvolleres in der Nähe anboten und der ruhigere Karl schondem Schlüsse nahe brachte/ aus Nebenrückßchten abgebrochen/und indem man auf die Vernichtung des frühern Bundesgenossenund alten Waffenbruders wüthend losarbeitete/ nur das Reichnoch mehr erniedriget und dem Sohne selbst ein höchst mißlicher/ja schimpflicher Regierungsantritt bereitet"*).
Indessen ließen die Feinde/ welche durch die oft wiederholtenBannflüche theils hervorgerufen wurden/ theils dieselben zumVorwande nahmen / den Kaiser nicht zur Ruhe kommen. Unterdem Vorgebe«/ die päpstliche Sentenz auszuführen/ überzogen diePolen und Litthauer daö ganze Land zwischen Warthe und Ha.vel mit Feuer und Schwert/ während sie doch anderswo ohneWeiteres einer Autorität Lohn sprachen/ die sich in weltlicheAnsprüche verirrte. Mit eiserner Beharrlichkeit arbeitete mittler-weile Kaiser Ludwig auf deutschem Boden fort/ dem zerfalle-nen Reiche nach und nach wieder eine feste Grundlage zu gebe»/und was er in dieser Beziehung erreicht hat / verdient um somehr Bewunderung/ je mehr ihn die kritische Stellung/ in welcheihn die kirchlichen Wirren versetzt hatte«/ behinderten; der Toddes hochbejahrten Papstes Johann XX4I (4. Dezember 1334)änderte darin wenig; zwar auch dieser ging keineswegs als Sie-ger aus dem langjährigen Kampfe hervor; vielmehr waren diestärksten kirchlichen Waffen/ deren er sich in einer bis dahin un-erhörten Weise bedient hatte/ fast machtlos geworden in seinerHand. >Lr mußte vielmehr noch vor seinem Tode die bittereKränkung erleben / daß sogar Frankreich/ für welches er so vielgethan / sich nicht ungeneigt bezeigte / zur Veranstaltung einesConzilS mitzuhelfen/ auf welchem seine Rechtgläubigkeit unter-sucht werden sollte/ welche nun sogar die Pariser Universität an-zuzweifeln begann; zuletzt fast als ein Gefangener gehalten/ starbeines verdächtig schnellen und schmerzhaften Todes dieser Papst/voll Eifer und Thätigkeit für die Erhöhung und Ausbreitung der
) Damberger.
D. B.