Band 
Achter Band.
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Konstanz, St. Gallen , Rottweil, Ueberlingen und neun andereschwäbische Städte loS, indem sie die Summe bezahlten, fürwelche sie verpfändet worden waren (1376) und bildeten einenBund/ an welchem binnen 3 Jahren 32 Städte sich betheiligteN/sowie das pfälzische/ bayerische und badiscke HauS/ zum Zweckegegenseitigen Schutzes gegen jede Vergewaltigung und recht- undgesetzmäßiger Auskragung aller Zwistigkeiten / die sich zwischenden BundeSglicdcrN/ sowie zwischen einem derselbe» und seinenUnterthanen erheben würden. Diese Bünde waren wie die ge-heimen Gerichte eine Hemmniß deS StaatS; dessenungeachtet bil-deten sich deren zahlreiche sowohl zur Vertheidigung, als zumAngriff. Der Löwenbund/ in der Wetteran entstanden/ brei-tete sich über Schwabe»/ Elsaß/ Franken, die Niederlande auS;die Gesellschaften der Hö r ne r / deö h eil. Wilhelm, des heil.Georg erkannten, daß sie der großen schwäbischen Konföderationgegenüber nicht Stand halten konnten und schloffen sich derselbena»/ welchem Beispiele manche Grafen und Herzoge folgten.

Wenzel II. >378.

Karls IV Sohn und Nachfolger, Wenzel II, wollte, umdas KonföderationSwcsen zu regeln, alle in Ein großes Bündnist(Heidelberger Einung, 1384) verschmelzen, das dann in4 Parteien eingetheilt sein sollte. Aber um diesen Plan durch,zuführen, hätte eS einer ganz andern Kraft bedurft; Wenzelaber, von früher Jugend an in den Strudel des politischen Le-bens hineingezogen, war von einer gründlichen Abneigung davorbeherrscht und über dem Weine und den WeibcrN vergaß er sei-ner Herrscherpflichten. Da er sich verachtet und verspottet sah,wähure er sein Ansehen dadurch zu verstärken, daß er unter jenenvier Parteien der Heidelberger Einung Zwietracht zu stiftensuchte und er veranlaßte die Städte, unter sich eine fünfte Par-tei zu bilden (der schwäbische Städccbund). ES entspann sichdaraus ein erbitterter Krieg, der ganz Süddeutschland verheerte,und Wenzel, der sich grollend nach Böhmen zurückgezogen, hobnach seiner Rückkehr die Vcrbündnngen auf und kündete einenLandfrieden auf 6 Jahre aus (1389). Wenn Wenzelin Deutsch-land sich recht verhaßt gemacht hatte, pflegte er nach Böhmen zugehen, wo er den Plan seines Vaters weiter verfolgte, der inder Germanisirung der Sprache und Sitten bestand. Da er sei-ner Vorliebe gar kein Hehl machte, wurden ihm die Böhmen

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