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bitter gram und bildeten Verschwörungen/ die der König abermit äußerster Härte bestrafte. Viele grausame Handlungen wur-den von ihm berichtet, sowie eS auch heißt, er habe einst aneiner Mauer die Worte aufgeschrieben gefunden:alter Xero , und alsbald dazu gesetzt: 8i neu tui mltme, oro.Stets hatte erden Scharfrichter bei sich, den er seinen Gevatternannte und dem er kurzer Hand Jedweden übergab, welcher un-ter den ihm Begegnenden das Unglück hatte, ihm zu mißfallen.Später begann er einen Jurisdictionsstreit mit dem Erzbischofvon Prag, Johann v. Genzstein, und erbost über dessen Vi-kar, Johann v. Nepomuk (eigentlich Johannes Wels-l i n), dem er das Ansinnen gestellt haben soll, die Beichte derKönigin zu verrathen, ließ er diesen in die Moldau werfen (1383).Der Erzbischof entfloh nach Nom, wo er 38 Anklagepunkrc gegenWenzel vorbrachte; BonifaciuSIX jedoch fand dieselben-nicht gegründet und es scheint überhaupt, daß die Schilderungender böhmischen Geschichtschreiber hinsichtlich der Lasterhaftigkeitund Schlechtigkeit dieses Fürsten von Uebertreibung nicht frei sind.
Er machte sich indessen nicht blos bei der ganzen Nation ver-haßt, sondern fand überdies Feinde in seinem eigenen Hause.Sein Bruder Sigismund, Markgraf von Brandenburg undKönig von Ungarn, sowie sein Vetter JodokuS, Markgraf vonMähren, schlössen mit Albert 414 von Oesterreich und Wil-Helm 4 von Meißen einen Bund, der, wie es scheint, die Vcr-schwörung veranlaßte, in deren Folge Wenzel ergriffen, imSchlosse zu Prag eingesperrt und genöthigt wurde, JodokuSzu seinem Vikar in Böhmen zu erklären (1396). Sein jüngsterBruder, Johann, befreite ihn zwar und er ward gegen daSVersprechen, sich bessern zu wollen, wieder zur Regierung zuge-lassen, aber die Kurfürsten von Mainz, Köln, Sachsen und derPfalz, die zu Marburg einen Kurverein gestiftet hatten (1399),erklärten Wenzel für des Reiches entsetzt, worauf Kurfürst Rup.recht v. d. Pfalz zum deutschen Könige gewählt wurde (1400).So ungünstig auch die Stimmung gegen Wenzel war, so fandsich doch immerhin das Rcchtsgefühl mancher Reichöstände durchdiese Wahl verletzt, welche sie darum nicht anerkannten, währendRuprecht in Italien und Deutschland viele Herren gewann,namentlich den Papst und die unzufriedenen böhmischen Großenauf seiner Seite hatte. Aber auch SigiSmund, der von demzum zweiten Male gefangenen und nach Oesterreich abgeführten