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großen und wunderbaren Predigers; wo er erschien / zog er dieganze Bevölkerung nach sich; beredt und kräftig in der Entwich«lung, mit einem unglaublichen Gedächtnisse begabt/ besaß er eineso große Anmuth des Vertrags, daß er niemals seine Zuhörerermüdete, eine so kräftige und durchdringende Stimme, daß sienimmer ihm den Dienst versagte, und, waS das Wunderbarsteist/ inmitten einer unabsehbaren Menge ward er vom Entfernte«ften eben so leicht verstanden, als von dem Nächstftehenden.(Bavthol. Fazio). Trotz alledem wird sich ein Neuerer, we-nigstens nach den vorhandenen Predigten zu urtheilen, schwer-lieh mit seiner magern scholastischen Argumentation befreundenkönnen*).
Clemangis, Gerson, Peter d'Ailly hatten auch fürdie Kanzel die Reformen gefordert, welche sie in der Kirchcnzuchteinführten, aber man hörte nicht auf sie. St. VincentiusFerr er schien die Kanzelberedtsamkeit in die Bahn der ursprüng-lichen strengen Einfachheit znrückzulenken, aber da er sich an daSVolk wandte und seine Aufmerksamkeit durch die Behandlungpraktischer Dinge, durch Eingehen in die Vorkommnisse des wirk-lichen Lebens fesseln mußte, kam er dazu, die Predigt zu per-weltlichen und sie herabzuziehen bis zu Nichtigkeiten, zu desTempels unwürdigen Späffen. Nach ihm begannen die Prediger
*) Bernhard in, ein Sprößling der edeln Familie der Albizeschi zuSiena und geboren am 8. Sept. 1380 zn Maffa, trat in seinem 17.Jahre in die Genossenschaft zn Unsrer lieben Fran, welche zu Siena indem Spital stell» 8c»I» zum Dienste der Kranken errichtet war; am8. Sept. 1104 trat er in das Franziskanerkloster von Colombiere undwirkte fortan höchst segensreich als Prediger. Er predigte in den mei-sten Städten Italiens, lehnte aus Demuth und um ungestört predigen znkönnen, die ihm wiederholt angebotene bischöfliche Würde ab, ward 1138zum Tcncralvicar seines Ordens gewählt, legte aber aus den,selbenGrunde nach 3 Jahren auch dieses Amt nieder, starb zu Aqnila am 20.Mai 1144 und ward pom Papst Nicolans V 1480 heilig gespro-chen. Seine Werke, bestehend in Fasten-, Advent-, Sonntags- und Fest-predigten, Abhandlungen über verschiedene Gegenstände der Moral undFrömmigkeit ,c., erschienen zu Paris 1636 und zu Venedig 1715 in 3Foliobänden. Seine Fastcnpredigten wurden von dem sienestschen Tuch-macher Benedikto Bariolomeo gesammelt, einem der ältesten Ste-nographen , von dem man weiß. Zu vergl. 8opra un eostioe eartaoeostol 8«o. XV ete. OsssrvationI eritiotie <Ie> I'.lb. l-ui»! ve -Vnxelis.Volle 1820. D. B.