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rr seine Kutte ab und erscheint als ein Feldherr angethan, wiebereit, alsbald selber den Kriegszug anzuführen. Paul Atta-ranti ist voll von Citaten aus Dante und Petrarca undrühmt sich dessen in seiner Vorrede. Die Reden des BrudersGabriel Barletta, so berühmt zu seiner Zeit, daß man zusagen pflegte: Nescit prrestienre yiü neseit bnrlvttnr«, scheinenganz geeignet, Lachen zu erregen, und diese Wirkung erreichtensie auch. In seiner Oftcrpredigt erzählt er, verschiedene Perso.nen hätten sich Christo erboten, um seiner Mutter seine Aufer-stehung zu verkünden; den Adam wollte er nicht, weil er, dernach Feigen Lüsterne, sich unterwegs damit verlustirt hätte; denAbel nicht, weil er in Gefahr war, auf dem Wege von Cain er-schlagen zu werden; den Noe nicht, weil er den Wein allzusehrliebte; Johannes den Täufer nicht, wegen seiner gar zu bekann-ten Kleidung; den guten Schächer nicht, wegen seiner zerbroche-nen Beine, wohl aber die Weiber wegen ihrer den Leuten zu-sagenden Schwayhaftigkeit. Bruder Mariano von Genazzano,von Politian und PicuS von Mirandola zu den Wolken er-hoben, „zog durch die Beredsamkeit seiner Predigten stets einegroße Volksmenge an, denn cS standen ihm allezeit Thränen zuGebote, und wenn sie auö seinen Augen über daS Gesicht her-strömten, nahm er sie zuweilen auf und warf sie unter daS Volk"fBnrlamachiH*).
*) In Bezug auf Deutschland, wo gleichfalls hauptsächlich Dominikaner undFranziskaner als Prediger wirkten und das Predigtwesen durch sie einenneuen Aufschwung erhielt — vordem, im 12. und im Ansang des 13.Jahrhunderts war die Form einfach, die Sprache noch starr und unbe-weglich , noch ganz in den Fesseln der lateinischen Sprache, wenigstensnach den noch vorhandenen Predigten zu urtheilen — läßt sich doch im-merhin Erfreulicheres berichten, wenigstens wird man sich nicht enttäuschtfinden, liest man die hinterlassenen Predigten der berühmten Kanzelred-ner aus der Zeit von etwa 1200—135«). Was die Sprache anbelangt,so erreichte in den zahlreichen Predigten dieser Zeit die mittelhochdeutscheProsa ihren Gipfelpunkt; Einfachheit und Klarheit, Lebendigkeit undselbst Grazie zeichnete gerade die geistlichen Schriftsteller und Prediger,einen Bruder David v. Augsburg, einen Berthold v. Regen s-burg, einen Ekhart, Tauler, Suso u. A. aus. Berthold,der im schwäbische» Dialekte predigte, blühte zwischen 1217—72. SeineBeredtsamkeit ist die wahre, welcher Gedanken und Worte beinahe nieversagen, die in natürlicher kräftiger Einfalt zu dem Herzen dringendihrer Wirkung sicher ist. Seine Bilder sind nicht gehäuft, aber immer