Band 
Achter Band.
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matt mit Wortspielen und faden Witze«/ und lacht nun die Menge,so blähet man sich auf in der Kaputze und verlangt nicht mehr*)."

Die Verse commenlirend/ führt Benvenuto von Jmoladas Beispiel eines Bischofs Andreas von Florenz an, der auf

Ora si v» von motti e eon isoeäe^ proelieare, v pur die bsn ei riäakoutia. il eappuooio e piü von s! rioliieäe.

Tanker oft aus einem der im Mittelalier gebräuchlichen Homiliarien.Aus dieser Natur seiner Predigten erklärt sich der Mangel an Plan indenselben. . Mehrmals wirft er sich auch im Verlaufe der Predigt theo-logische Fragen auf, wie z. B. Von äiser miune baut äie Meister viläispuotiorot rvcäor bokantnisso Iwdier si oäor äe Minne; da er sichjedoch in keine dergleichen Untersuchungen einlassen will, weist er sie mitden Worten ab: Las lassen rrir nuo lixen. Das Ende der Predigterscheint sehr oft plötzlich, ohne gehörige Vorbereimng und wird meistdurch folgende oder ähnliche Worte gebildet: äas cvir äas alle ervolxvnmuosson, «las Volks uns äer ecvixo xot. /dmen. Bei der Behandlungseines Textes bedient sich Tauler nur weniger Autoritäten. Er citirtweit seltener als alle übrigen Prediger des Mittelalters. . . Die Tauler-scheu Predigten zeugen von der ausgezeichneten Rednergabe ihres Ver-fassers. Im Gegensatz zu dem ausgezeichneten und volksthümlichen Ber-tholt, waltet bei Tauler das intimere mystische Element vor; er pre-digte weniger hinreißend als Bertholt,, und während dieser auf deinfreien Felde, auf Hügeln, vor vielen Tausenden seine gewaltigen Worteerschallen ließ und daher seiner Beredsamkeit einen Hähern, freiernSchwung geben konnte, fand sich Tauler in seiner stillen Klosterkirchenatürlich veranlaßt, seinem Hange zur ruhigen Contemplation zu folgen.Unter den deutschen Predigern seiner Zeit aber ragt Tauler als dergrößte hervor. Da seine Predigten eine eigenthümliche geistige Auffas-sung des Christenthums befördern und die Zuhörer iu die innerstenRäume des Lebens und Fühlens einführen sollten und sich dazu in derfreien Form der alten Homilien bewegten, sind sie weit erhaben überdie Predigten aller derjenigen Geistlichen des 14. Jahrhunderts, welchenichl Mystiker waren . . . Als Prediger steht Tauler sogar höher alsMeister Ekhart und überhaupt alle mystischen Lehrer dieser Zeit, vonwelchen Predigten auf uns gekommen sind. Er ist zwar weniger trans-cendental als Ekhart oder Gerhard tz. Sterngasse; er ist aberchristlicher und populärer als diese beiden, während er tiefsinniger ist alsder einfachere Nikolaus v- Straß bürg oder der mehr tändelnd«Suso... Die Haupteigenschaften der Taulerschen Beredsamkeit sindderen Lebendigkeit und Eindringlichkeit. Sein begeisterter Eifer oderseine Wehmuth geben ihm dann herrliche Worte ein, in welchen sich einHerz voll der reinsten, rührendsten Liebe äußert, die selbst dann nicht zu