Band 
Achter Band.
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gen Saamenkorn eine so große Frucht entwickelt! Er sagte auch:0 äomine ot äoiniiiW, sit vokis leecoiEnäutu Asonna 'l'essri,coANutu meu, <)OW vnüil liuiiuu»: iism, in veiitnto, si lecit

zutveile» dahin kam, seine Ordensbrüder Heinrich v. Löwen, Hein-rich v. Köln, Franke v. Köln, Gerhard oder Johann v.Sterngasse; nnr von Letzterem sind mehrere Predigten — von denAndern nur Einzelnes und Bruchstücke — vorhanden, die ihn als tief-sinnigen Denker zeigen, in hoher und kühner Spekulation mit Ekhart

verwandt, aber viel weniger praktisch als Tauler. An dessen Bestre-

bungen, eine reine und festlichere Sprache zn bilden, betheiligten sich ne,ben Snso insbesondere Heinrich v. Nördlingen, Otto v. Pas-sau, der eine christliche Tugendlehre unter dem Titel „die 24 alten"oder „der güldene Thron der Minuenden Seele" verfaßte und Herrmannv. FriHlar (eigentlich Herrmanu v. Schilditz, Angnstinereremitund Doctor der Theologie, st >357 zu Würzburg), Verfasser einer derbedeutendsten Predigt- mid Legendensammlungen unter dem Titel „Vonder Heiligen Leben" (>343—49). — Am Ende der Periode verlor sichjedoch die kaum gewonnene Reinheit der Sprache wieder, der in der

Poesie nunmehr beliebt werdende Ton der Saryre und Burleske drang

selbst in die geistliche Prosa ein und verdrängte allmälig deren Innigkeitund Gemüthlichkeit; es zeigte sich nun auch in den deutschen Predigten dieGeschmacklosigkeit, Sprachverwilderung und Sprachvermengung, die beiden italienischen und französischen Kanzelrednern schon seit geraumer Zeitherrschte. Solche Vermischung der Kanzelberedtsanikeit mit der didaktischenSatyre zeigen zuerst die Predigten des JohannGciler v. Kaisers-berg (geb. 1450 zn Schaffhausen, st 1510 zu Straßburg), einer derbeliebtesten und geachtetsten Prediger seiner Zeit, der aber meistens überweltliche Terte aus den Kanzeln redete, auch über das „Narrenschiff" sei-nes Freundes Seb. Brant, was allerdings für jene Zeit ein eben soglücklich gewählter und reicher, als für Erwirkunq sittlicher Bildung desVolkes passender Stoff war. Die volksthümliche witzige Kraftsprache, dieallerdings selbst eynische Ungebnndenheit nicht verschmäht, die moralischeEindringlichkeit und die große Freimüthigkeit (vor deren Folgen ihndas Ansehen Kaiser Marimi l ian s schützen mußte) dieser letzten Reden(1498 gehalten) machten sie allgemein berühmt und beliebt. Die vor-züglichsten Sammlungen seiner Predigten sind „Das Buch Granatapfel",„Christliche Pilgerschaft", „Die Emeis", „Des hochwürdigen DoktorKaiserspergS Narrenschiff" , „Trostspiegel", ^Der Seelen Paradies".Vieles Andere wird ihm untergeschoben oder ist verfälscht. Einiges er-schien auch zuerst lateinisch, in welcher Sprache Geiler seine Predigtenentworfen haben soll. Zunächst nach ihm ist der schon viel rohere Tho-mas Murner zu nennen, der über seine „Narrenbeschwörung" und„Schelmenzunst" bereits 15 l2 zn Frankfurt Predigte.

D. B.

Canru, Weltgeschichte. VIII,

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