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ein rechtmäßig berufenes/ fortbestehe» zu lassen/ erklärten sogarden Papst/ der trotz ihrer peremptorischen Aufforderung die Auf-Hebungsbulle nicht zurücknahm / für hartnäckig und ungehorsamund bestätigten feierlich die Koustanzer Beschlüsse von der Supe-riorität eines allgemeinen Conzils über den Papst. Sie hobenviele Kurialrechte auf, bestimmten die Form der Papstwahl undden Eid/ den der neugewählte zu leisten hätte/ bestimmten genau/was er seinen Nepotcn leisten dürft/ namentlich ward untersagt/diese unter die auf 24 beschränkte Zahl der Cardinäle aufzuneh-men. Eugen hatte inzwischen sich bemüht/ ein friedlicheres Ver-hältniß zum Conzile herzustellen und unterschrieb sogar eine vondemselben entworfene Anerkennungsformel; als man jedoch inder stürmischsten Weise auf der einmal betretenen Bahn bcharrteund die päpstliche Würde völlig hcrabzudrücken versuchte/ sogareine Partei auf dem Conzile Eugen in Anklagestand versetzte/erklärte derselbe die Versammlung für aufgelöst und verlegte dasConzil wegen der in Aussicht gestellten Theilnahme der Griechennach Ferrara; die in Basel zurückgebliebenen Prälaten aber/ ob-wohl ihre Zahl nun immer mehr zusammenschmolz, erklärten dieAufhebungsbulle für ungültig, die Versammlung zu Ferrara füreinen schismatischen Conventikel, obgleich die Basler selber inVereinigung mit den griechischen Gesandten den Zusammentrittmit dem griechischen Kaiser/ griechischen Patriarchen und Bischö-fen auf einem in Italien in Gegenwart deS Papstes abzuhalten,den Conzile beschlossen hatten — den Papst Eugen für suSpen-dirt/ und obgleich die ansehnlichsten Fürsten und Staate«/ einneues Schisma befürchtend, dieses Vorgehen zu Basel tadelten,Kaiser SigiSmund alles aufgeboten hatte, den Frieden in derKirche zu erhalten, wurde Eugen als der Heterodoxie verfallen,abgesetzt und von der in ein Conclave zusammengetretenen Sy-node der Herzog Amadeus v. Savoyen, der sich von derRegierung zurückgezogen hatte und am Genfersee als Einsiedlerlebte, zum Papste gewählt unter dem Namen Felix V (1439),jedoch anerkannt nur von seinen Erblandcn, den Königen vonAragonien und Ungarn, einigen deutschen Fürsten und mehrerenUniversitäten.
Conzil zu Florenz 1438.
An dem zu Ferrara eröffneten, aber bald darauf nach Flo-renz verlegten Conzile betheiligten sich sehr bedeutende Perfön-