Band 
Achter Band.
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garten Geschlagenen, zog heran, um den Stolz dieser Verbünde-ten zu demüthige«, die sich seinem Vasallen nicht beugen wollten,dem 160 Herren binnen zwölf Tagen Fehde angekündigt hatten.

Schlacht bei Sempach. 1388.

Leupold zog auf Sempach zu (1386) und 4000 Ritter, seineVorhut bildend, begannen den Angriff. Aber da der Boden fürReiterei nicht geeignet war, stiegen sie ab, schnitten die krum-men Schnabel von ihren Schuhen ab und ordneten sich in gcschlos.senen Treffen von vier Mann hoch, so daß die Lanzen der Hin-tersten mit denen der Vordersten in Einer Linie den Schweizerneine undurchdringliche eisenstarrcude Mauer entgegenhielten. Ver-geblich suchten die Eidgenossen die furchtbare Phalanx zu durch,brechen, biS endlich Arnold Strurhahn v. Winkelried,ein tapferer Ritter aus Unterwalden, den Seinen zurufend:Sorget für mein Weib und Kind; ich will euch eine Gasse machen,liebe Eidgenossen, folget mir! — rasch entschlossen zum Opferseines Lebens möglichst viele Lanzen mit beiden Armen umfaßteund sie sich in die Brust drückte; über den Leib des Helden konn-ten nun die Schweizer eindringen in die feindlichen Haufen,deren Ordnung nun nicht mehr Stand hielt. Die schwer gepan-zerten, zu Fuß ohnehin unbchülstichen Herren und Ritter wurdenzu Boden geworfen, niedergetreten, Oesterreichs Banner sank inden Staub, eS fiel die Blüthe seines und des schwäbischen Adelö;wer fliehen konnte, war froh, daS nackte Leben zu retten, Leupoldselber emfing von einem Schwyzer Fleischer den TodeSstreich(9. Juli).

Im Kampfe bei Laupen trug ein Priester unerschrocken dasheilige Sakrament vor den Kriegern her, und ehe sie bei Sem-pach die Schlacht begannen, knieten die eben so frommen alstapfern Bergleute demüthig nieder zum Gebete. In einem VolkS-licde von Albert Tschudi, einem Luzerner Schuhmacher, heißtes: Die frommen Schweizer werfen sich nieder zur Erde und fte-hen zam Himmel mit lauter Stimme: O Jesus Christus, mäch.tiger Gott, verleihe auch Hülfe durch deinen Tod und dein Lei-den unS armen Sündern! Errette uns aus Noth und Gefahr!Guter Gott, beschütze dieses Land und seine Bewohner; stehe ihmbei, bewahre ihm die Freiheit!

Nach Jahresfrist unternahmen die Oestcrrcicher mit frischenKräften einen Angriff auf Glarus, wurden indeß abermals bei