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Schweizer schätzen gelernt und der Friede, den er mit ihnenschloß, erhielt sich zwischen den beiden Ländern; die Schweizversah fortan Frankreich stets mit Kriegern, die mit einer Treueund Hingebung für dasselbe ihr Blut vergossen, welche bei Sold-nern ohne Beispiel in der Geschichte*).
Auch mit Oesterreich trat nun eine Verständigung ein undes kamen unter gegenseitigen Zugeständnissen in Konstanz Frie-densschlüsse zu Stande zwischen Oesterreich und der Eidgenossen,schaft, zwischen Oesterreich und Basel, zwischen Basel und Frei-bürg, zwischen den Eidgenossen und Zürich. Aber sollte Zürichsich lossagen von dem Bündnisse mit Oesterreich, den gemachtenEroberungen entsagen, die Kriegskosten vergüten? Ueber diesePunkte wurde lange verhandelt und eS war nahe daran, daßdarob ein neuer Krieg ausgebrochen wäre; aber der zum oberstenSchiedsrichter gewählte Berner Schultheiß Heinrich v. B u-benberg erklärte für unrechtmäßig (1450) den Bund Zürichsmit Oesterreich, das ganz fälschlicher Weise dem Reiche gleicherachtet werde; in Folge dessen mußte Oesterreich trotz allen Wider,strebens seinen Einfluß auf die Schweiz sehr zusammenschwindensehen. Darauf (1451) schlössen die Orte Zürich, Luzern, Schwyzund GlaruS ein Bündniß mit dem Abte von St. Gallen, welcherhiedurch der erste Genosse des SchwcizcrbundcS ward mit Sitzund Stimme bei ihren Versammlungen, und auch die von derHerrschaft der Aebte völlig frei gewordene Stadt Sr. Gallentrat in die Eidgenossenschaft ein.
Unter dem Erzherzog SigiSmund verlor Oesterreich seineletzten Besitzungen in der Schweiz durch den Thurgauerkrieg, undder darauf abgeschlossene FriedenSvertrag auf 15 Jahre (1460)sicherte dieser die neuen Besitzungen. ES entspann sich sodannder Mühlhauser Krieg, aber beim Friedensschluß zu Waldshut(1468) verpflichtete sich der Erzherzog zur Bezahlung von10,000 Gulden binnen 10 Monaten oder zur Abtretung der StadtWaldshut.
Um sich nun diese Summe zu verschaffen, verpfändete er für80,000 Gulden an Karl d. Kühnen von Burgund seine Be.sitzungen im Elsaß, die vier Waldstätte und den Schwarzwaldoder daS BreiSgau. Dem Herzoge seinerseits waren diese Er.Werbungen im höchsten Grade willkommen, denn sie waren die
*) Das erste Bündniß mit Frankreich wurde im Jahre 1452 abgeschlossen.