Band 
Achter Band.
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Frieden von Caltabellota 1303.

Bonifacius VIII rief die Guelfcn an gegen diesen Kö.nig / der Patarincr und Ghibellinen bereitwillig aufnahm undschützte / und er forderte Karl v. ValoiS auf/ Sicilicn zu er.obern/ wofür er ihm die abend, wie die morgenländische Kaiser,kröne verhieß. Karl zog dann auch mit vielem Pomp und Lärmnach Rom/ ward daselbst gekrönt und landete dann in Sicilienmit päpstlichen und neapolitanischen Truppen. Aber da Fried,rich sich in seine festen Plätze verschloß und das FnvasionShecrin Plänkelgcfechten und durch Krankheiten sich lichten ließ/ machteValoiS Vorschläge zu einem Friede» / der dann auch zu Standekam/ indem Friedrich kleinmüthig genug war / sich zufriedenzu geben mit dem Besitz SicilicnS auf Lebenszeit gegen daö Ver.sprechen/ die Angevinen in ihren ealabrischen Besitzungen nichtzu stören; außerdem bekannte er sich als Vasall des heil. Stuh.leS und verpflichtete sich/ nur den Titel eines Königö von Tri-naerien zu führen/ Karl II aber den eines Königö von Sicilienzu überlassen.

Nach einer nicht durch Intriguen/ sondern durch den Auf-schwung eines ganzen tief entrüsteten Volkes hervorgerufene»/zwanzig Jahre lang heldcnmüthig behaupteten Revolution/ nachdrei großen Siegen zu Lande und vier zur See — ungerechnetunzählige kleinere Kämpfe — nach Vertreibung dreier Juvasionö.Heere/ ja nach der Eroberung von Calabrien und dem Thalc Crati/obgleich bekämpft von der Elite der Ritter und Kriegsführcr derZeit und den noch furchtbarern Waffen RomS — mußte sohinSicilien/ das sich während dieser stürmischen Zeit schöne politischeEinrichtungen gegeben/ wieder dem fremden Joche/ das nun nochdrückender lastete/ den Nacken beugen.

Karl II/ welcher den Beinamen des Gerechten erwarb/ er.langte durch seine Gemahlin Maria Ansprüche auf den Thronvon Ungarn/ der jedoch seinem Sohne Karl Martell bestrittcnwurde. Noch ungewisser und bestrittencr waren die Ansprüche/welche sein zweiter Sohn Philipp durch Vermählung mit einerTochter Kar lS v. ValoiS auf daö morgenländische Reich er-warb. Auf dem Throne von Neapel folgte ihm Robert/ ge.nannt der Gute wegen seiner trefflichen GemüchSeigcnschaften

ter im Gebiete Neapel zurückerhalten hatte, ^mari, Vn perioäo Seitestorie sioiiirme, Palermo 1812.