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Bürger selbst aus dem Hause des Mannes. Wagte sich der Ar-bciter nur vor das Thor der Stadt/ so entgieng er der Berau-bung nicht.
Verlassen von den Päpsten, hatte sich daS römische Volk sel-ber eine Munizipalrcgierung gegeben/ die Stadt in 13 Vierteloder Rione getheilt; 72 Bürger (tzuvni uomiui, gute Leute)aus jedem Rione bildeten die oberste Behörde des Volkes/ dane.ben gab es noch einen andern aus 25 Mitgliedern bestehendenRath mit einem Capitano als Kriegshauptmann/ der jedoch kei-nen Einfluß auf die bürgerlichen Angelegenheiten hatte. An derSpitze des Volkes als politischer Gemeinde stand der Präfckt vonRom, während der Senator der Hüter des Gesetzes auch demAdel gegenüber war; wurde ein neuer Papst gewählt, so pflegtedie Gemeinde Gesandte an ihn abzuordnen/ um ihm die Huldi-gung zu leisten.
Cola di Rienzo.
Unter diesen an Clemens VI abgeordneten Gesandten be-fand sich Cola di Renzo. Dieser war gegen die Mitte desJahres 1313 in Rom geboren. Sein Vater Lorenzo, im ge-wöhnlichen Leben Rienzo oder Renzo genannt / hielt eineniedrige Herberge für Fremde. Die Mutter Cola'S hieß Ma-tz ale na, beschäftigte sich mir Waschen und trug Wasser in dieHäuser, ein Gewerbe, welches in Rom viele Leute beschäftigte,da die alten Wasserleitungen längst zu Grunde gegangen undnicht wie jetzt (durch SixtuS V) alle Straßen, ja selbst fastalle Wohnungen durch neue Leitungen mit Wasser versorgt waren.Sein Tausname war Ricola, abgekürzt Cola, und weil da-mals bei dem gemeinen Volke bestimmte Hausnamen noch nichtallgemein waren, so wurde er nach dem Namen seines VatersCola di Rienzo, oder wie bei Villani Niccolajo diRenzo, zu Latein in seinen Briefen Nicolaus Laurentiogenannt, und auS dem letztem ist der neue Name Cola Rienzoentstanden. Da die Mutter Cola's kränklich war und auch balddarauf starb, so schickte der Vater den Knaben zu einem Ver-wandten nach Anagni, wo er bis zu seinem 20sten Jahre, nachseiner Aussage wie ein Bauer unter den Bauern lebte, als ihnder Tod seines Vaters nach Rom zurückrief (1333—34). Hierfieng Cola an, sich ganz seiner Neigung zur Kunde des Alter-thums und der Geschichte des römischen Volkes hinzugeben. Er