Band 
Achter Band.
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rächt, daß er der Sohn Kaiser H ein r ichs VII sei, von diesem wäh-rend seiner Anwesenheit mit jener Madalena erzeugt. Der Kai.ser, so hieß eS, wünschte, nachdem die Krönung im Lateran voll-zogen war, doch wenigstens die Schwellen der Apostel, die Pcters-kirche, als den eigentlichen Ort der Krönung zu sehen. Weilnun seine Gegner, der Fürst von Achaia und die römischen undtoskanischen Guelfen, die Kirche selbst und alle Zugänge dahinbesetzt und diese zum Theil durch aufgeworfene Verschanzungcnverlegt hakten, so nahm Heinrich Pilgerkleider und ging inBegleitung eines Eingebornen, welcher die Wege kannte, durchdas feindliche Lager nach der heiligen Stätte. Aber dieser Gangwar nicht so heimlich geschehen, daß sich nicht bei den Guelfendas Gerücht verbreitet hätte, der Kaiser sei unter ihnen; gleichwurden alle Thore und Straßen mit starken Wachen besetzt unddurch Heroldöruf Demjenigen große Summen versprochen, wel-cher den Kaiser ausliefern oder doch wenigstens seinen Aufenthaltdem Anführer anzeigen würde. Heinrich und seine Begleitergingen, wie sie solches sahen und hörten, als Pilger in die Her-berge Lorenzo's, verlangten zu trinken und blieben dann zuNacht. Der Kaiser stellte sich krank und verweilte 10, nach An-dern 15 Tage daselbst, bis aller Verdacht bei seinen Feinden ver-schwunden und die Straßen nicht mehr so sorgfältig bewacht wa-ren, und kehrte dann in seine Wohnung auf dem Aventin zurück.Nachdem er von Rom weggegangen, erzählte sein Begleiter dasAbenteuer. Co la'ö Mutter, welche damals guter Hoffnung war,rühmte sich gegen eine Freundin, sie sei eS eben von jenem Frein-den in der Abwesenheit ihres Mannes geworden, und diese vcr-breitete die Erzählung*). — So von unbestimmten Bestrebungennach etwas Höherem getrieben, verschmähete es Cola, alS seinerunwürdig, ein gewöhnliches Gewerbe zu treiben, und er ergriffden Stand eines Notars, welcher außer dem Kriegsdienste derehrenvollste war, zu dem ein Mann aus dem Volke gelangen

*) Cola sagt selbst in einem Briese an Karl IV (Prag, Ende Juli oderAnfang August 1350) von seiner Mutter: „sie habe bei dem oben er-zählten Anlaß den Kaiser mimstrabat nee minus eorsitan, guam 8anotoDnviä et justo ^bralis per «lileotns extitit ininistratmn." Die Unwahr-heit der Sache geht aus dem Stillschweigen der Geschichtschreiber Hein-richs VII hervor, welche genau jede Handlung des Kaisers erwähnen undgewiß eine 10- oder 14tägige Abwesenheit nicht Übergängen hätten, derauch die Daten der Urkunden widersprechen.