Band 
Achter Band.
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Dichter — bei dem jetzt die alte Neigung für seinen Freund undHelden wieder erwachte, wenn auch, wie er gestand, das Endenicht dem Anfange entsprochen hätte; statt sich nach Böhmen oderzum Papste in den Kerker zu begeben, hätte er, auf den er dieletzte Hoffnung für die Freiheit Italiens gesetzt, an dem glor-reichsten Orte der Welt, auf dem Capitale, einen ruhmvollen Todsuchen sollen — gelang cS in der That, den Tribun zu retten;erleichtert wurde dies dadurch, daß der König, wie es scheint,sein Wort wegen der Straflosigkeit des Gefangenen wenigstens soweit hielt, daß er von dessen neuen Anschlägen und Lehren demPapste nichts mittheilte, ja ihn zur Gnade empfahl, so daß sichnun alle Anschuldigungen auf die Zeit des Tribunats, nicht aufdie am böhmischen Hofe aufgestellten Irrlehren, über deren Be-deutung sich Cola wohl auch schwerlich selber klar war, bezogen.Ucbrigens schrieb Petrarca auch an die Römer und fordertesie auf, sich ihres Tribunen anzunehmen, dessen ganzes Verbrechendarin bestehe, daß er den Glanz des römischen Volkes habe her-stellen und bewirken wollen, daß der Sitz dcS römischen Reichesauch dort sei, woher cS seinen Namen führe. Man weiß nicht,ob dieser Brief irgend einen Erfolg für den Tribunen hatte,jedenfalls hatte sich derselbe zuletzt der ihm vorgeworfenen Der-brechen schuldig bekannt und war zum Tode verurtheilt, so daßihm Hinrichtung oder wenigstens lebenslängliche Haft drohte.Nun zeigte sich aber, unbezweifelt durch die Thätigkeit Petrar-ca's, in Aviguon eine Bewegung zu Gunsten Cola's; es verbrei-tete sich das Gerücht, er sei ein berühmter Dichter, und an einemHofe, in einer Stadt, welche sich durch eine enthusiastische Vor-liebe für Dichtkunst und Dichter auszeichnete, rettete dieses Ge-rücht dem Gefangenen das Leben. Er wurde zwar in ehrenvollerHaft gehalten, empfing aber seine Nahrung von der päpstlichenTafel und konnte seinen Licbliugsstudieu, der Bibel und den altenRömern, sich widmen. „Eine so gelinde Behandlung hatte sichCola noch dadurch verdient, daß er jetzt die Thorheit auch seinesletzten Beginnens einsah und einen Versuch, ihn durch Prophe-zeiungen von Neuem aufzuregen, sogleich dem Papste mittheilte.Damals schrieb er an den Erzbischos von Prag, von dem Geistedes Stolzes sei er verführt worden, und das Gericht, welchesüber ihn ergangen, habe er verdient. Der satanische Engel, wel-cher ihn in der Einöde der Wälder mit seinen Aepfeln berauschtund des gesunden Sinnes beraubt habe, sei ihm neulich wieder