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Im Jahr 1322 gesellte sich eine Anzahl von Glückssoldaten/die Florenz auS seinen Diensten entlassen hatte, dem SicnesischettVerbannten Deo Tolomei zu, der an ihrer Spitze das Gebietvon Siena verheerte*). Ein anderer Trupp deutscher Söldner,der in Diensten von Florenz und Venedig gestanden und dannohne Feldherr war, lebte zur Plage des Landes von Raub undPlünderung, als Lodrisio Visconti, des Galeazzo Vetterund auf denselben eifersüchtig, diesen Deutschen vorschlug, ihmgegen den Herrn von Mailand zu folgen, statt deS Soldes ihnendie Plünderung dieses reichen Gebietes versprechend. Daraufeingehend, fielen sie unter dem Rainen der „Compagnie des heil.Georg" in Lombardien ein und versuchten, Mailand durch Ueber-raschung zu nehmen; aber bei Parabiago geschlagen (1339), zer-streuten sie sich als Freibeuter über das Land und wurden ver-einzelt um so leichter aufgerieben, die Gefangenen grausam hin-gerichtet.
Ei» deutscher Edelmann, Werner v. UrSlingen (DueaGuarnieri), der mit vielen Berittenen in den Dienst Pisa's ge-gen Florenz getreten war (1343), betrieb dann das Kriegshand-werk auf seine eigene Rechnung, nannte sich selber Feind Got-tes, des Mitleids und Erbarmens, und zog verheerend von einemEnde Italiens bis zu dem andern, jeder Empörung, jedem Rache-werke sein Schwert leihend, bis endlich seine Bande fast gänzlichaufgerieben war und er mit reicher Beute nach Friaul sich zu-rückzog. AlS er und die Seinen aber diese Beute vergeudet hat-ten, kehrte er mit Ludwig v. Ungarn zurück, der sich vondiesem Abenteurer sogar zum Ritter schlagen ließ. In Verbin-dung mit dem Woywoden von Siebenbürgen und anderen Kriegs-hauptleuten verheerte er (1348) mit seinem fast 10,000 Mannstarken Soldheere Reapel und Apulien, und die Beute, welchesie dann unter sich vertheilten, war eine halbe Million Florinenwerth, ungerechnet die Waffen, Pferde, Stoffe, das Verbrauchteoder Verschleppte; unbeschreibliche Greuel begehend, Gefangene undgeraubte Weiber nachführend, durchzogen sie die ganze Halbinsel.
Fra Moreale (1381).
FraMoreale, auch daAlbano oder dcAlbarno zuge-nannt, war aus Rarbonne gebürtig, trat Anfangs in den Johan-
') S. Villani, IX. 182.