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Muth, und Helden wurden alt unter den Waffen, ohne je einerwirklichen Gefahr ausgesetzt gewesen zu sein.
Der Krieg war auch weniger gegen die Heere als gegen dieBürger gerichtet; man suchte zu verheeren, Gefangene zumachenauf den sogenannten Ausritten oder Cavalcadcn, und dabei bliebes denn gewöhnlich, ohne daß sich während eines ganzen Feld-zugs eine regelmäßige Schlacht entspann. Jeder hielt sich darumin ummauerten Plätzen, und solche waren damals fast alle Städteund Flecken, und von da auS machte man den bestmöglichen Ge-brauch von den Vertheidigungswaffen, bis es gelungen war, mitden Condotticri ein Abkommen zu treffen oder diese der Bela-gerung überdrüssig sich weiter begaben nach der nächsten Beste,deren es eine Menge gab; allein in der Umgegend von Sän Mi-niato lagen achtundzwanzig. Nach dem Siege bei Meleto (1349)schuldeten der Woiwode von Siebenbürgen, Landau, Wernerihren Banden doppelten Sold; da aber dieser sich auf 150,000Florencn bclief, wußten sie kein anderes Mittel, als ihnen diegefangenen Edelleute zu überlassen; diese wurden glatt auf dieErde gelegt und fürchterlich geschlagen, bis sie sich zur Zahlungjener Summe verstanden. Als die weiße Compagnie Faenza er-oberte (1376), warf sie 300 Edle in Ketten, verjagte 11,000Bürger und stürzte gierig über daö Gut und die Weiber her;zwei Hauptlcutc stritten sich um eine geraubte Nonne, als Haw k-wood dazukam und mit den Worten: Für einen Jeden dieHälfte, die Unglückliche mit einem Schwertschlag entzweispaltcte.Eine andere Bande röstete einen Bauer zur Hälfte, weil seinGeschrei ihren Heranzug verrathen hatte 1
niger verlor Niemand das Leben; es wurden unr einige Pferde verwun-det und einige Gefangene gemacht." Es mag dies Wohl übertrieben sein;indeß finden wir in einem handschriftlich vorhandenen Gespräche vonPaolo Giovio die Angabe, daß in der Schlacht zu Caravaggiv(14. September 1448), wo S sorza die Venetianer in helle Flucht triebund 10,500 Gefangene machte, dem Gerüchte nach nur sieben Sol-daten geblieben seien, von denen zwei im Gewnhle erdrückt und von denPferden zertreten worden; an gleicher Stelle findet sich die Notiz, daßman unter dem ersten Eindruck des Schreckens, den die Feuerwaffeneinflößten, allen gefangenen Arquebufirern die rechte Hand abhieb; auchdaß Bartolomeo Coleone, General der Venezianer, und Federicod'Urbino, während des Kampfes, als der Abend vor Beendigung des-selben hereinbrach, von den Troßwachten Fackeln herbeibringen ließen undbei deren Schein den Kampf fortsetzten.