Band 
Achter Band.
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Herzog Philipp hatte ihn nun zwar aus Haß gegen Venedigherbeigerufen, aber nun er da war, ergriff den Herzog das alteMißtrauen und er verschloß sich in der Burg Abbiategrasso, ohnesich vor dem Kaiser auch nur sehen zu lassen, der in St. Ambro.sius die lombardische Krone empfing. Aber fürchtend gleich wiegefürchtet, in ToSkana ungern gesehen als Bundesgenosse desHerzogs, in steter Noth um Geld und Truppen, machte Karleine traurige Figur auf dem Zuge nach Rom, wo er den Papstbestimmen wollte, das Basler Conzil anzuerkennen; da jedoch auchdieses ihm nicht gelang, ließ er sich krönen (1433) und kehrtenach Deutschland zurück.

ANkndolo Sforza.

Ein Bandenführer hatte sich in der Gunst des HerzogS P h i-kipp zu erhalten gewußt, nämlich Francesco Sforza. Wer-ber fanden einen Bauer von Cotignola aus dem Felde arbeitendund redeten ihm zu, ihnen zu folgen. Er kann nicht zum Ent-schlusse kommen und wirft endlich seine Hacke auf einen Baum,entschlossen, wenn sie wieder herunterfalle, die Werber abzuwei-sen. Die Hacke aber bleibt in den Zweigen hängen und Anen-dolo, so hieß der Bauer, wird Soldat, und zwar ein so tapfe-rcr, daß er sich den Beinamen Sforza (Stärke) erwirbt, vonStufe zu Stufe steigt und endlich selber Condottiere wird. KönigWladislaw von Neapel nimmt ihn in Dienst, macht ihn zumConnetable des Reiches und beschenkt ihn mit sieben Schlössernim Kirchenstaat; dazu erwirbt er andere unter der Hoheit vonSiena, und sammelt seine Verwandten um sich, denen er Unterbe-fehlöhaberstcllen in seinem Heere anvertraut, denn alle sind nüch-kerne, an Arbeit gewohnte Leute, die ihm treu ergeben sind, weilsie wissen, daß er ihre einzige Stütze. Beim Tode des KönigSwird er zwar in den Kerker geworfen, aber eS zeigt sich baldseine Unentbehrlichkeit und so erlangt er wieder die Gunst desHofcS. Zum Gonfalonicrc der Kirche ernannt, zieht er gegenBraecio da Montone zu Felde, droht, er werde den Papstzwingen, 100 Messen für einen Denar zu lesen, aber er unter-liegt gegen eine mehr geregelte und ausgebildete Tapferkeit. AlSJohanna II ihm den Stab des ConnctableS anvertraute undman über die ihm vorzulegende Eidesformel berieth, äußerte dieKönigin: Fragt ihn selbst darum; er hat mir und meinen Fein-