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den so viele Eide geleistet, daß Niemand besser alö er verstehenwird, wie man sich bindet und löst.
Francesco Sforza.
Nachdem er lange die Seele der in Untcritalien geführtenKriege gewesen, findet er endlich den Tod beim Ucbcrgang überdie Pescara (1424) und sein Heer, dem er allein die Ehren undBesitzungen zu verdanken gehabt, welche die Fürsten ihm ausFurcht bewilligt, war im Begriffe, sich aufzulösen; aber seinemSohne Francesco gelingt es vermöge jener politischen Gewandt-heit, die ihm in der Folge die schönste Herrschaft in Italien ver-schaffte, die zuchtlosen Soldaten bei der Fahne, deren störrigeFührer im Gehorsam zu erhalte». Er nahm fortan hervorragen-den Antheil an allen Kriegen, und den Werth eines guten Schwer,tes in jener Zeit nicht verkennend, war eS ihm nicht genug, dasväterliche Erbe zusammenzuhalten, sondern er verfolgte höherfliegende Pläne. Sein Ansehen stieg dermaßen, daß er vom Her-zog Philipp die Zusage der Hand seiner natürlichen TochterBianca erlangen konnte, aber er mußte erfahren, daß, sobald erden Herzog aus der Gefahr befreit harte, dieser sein Versprechenbereute und zurückzog. Sforza zog sich daher von ihm zurückund gründete in der Mark Ancona eine Markgrafschaft unter derOberhoheit des Papstes, aber seine eigenen Mittel erwiesen sichalS unzureichend zur Unterhaltung seiner Truppen und er nahmDienste bei der Republik Florenz an. Diese hatte mit wechseln-dem Glücke den Krieg gegen Mailand geführt, bis NicoloPiecinino, der das Heer des bald nach Altendolo gestorbe-nen Braccio da Montone übernommen und in den Sold beSVisconti getreten war, an den Ufern des Scrchio die Florentinerentscheidend aufS Haupt schlug, ihnen die Geschütze nebst derMunition und 4000 Pferde abnahm, so daß sie trotz aller Opfer,die sie mit bewunderungswürdiger Beharrlichkeit gebracht, genö-thigt waren, mit der Abtretung Lucca'ö den Frieden zu erkaufen.(1433).
Der arglistige Philipp entließ nun zwar der Form nachPiccinino seiner Dienste, gab ihm aber den geheimen Auftrag,Toskana zu verwüsten. Dadurch zu neuen Rüstungen genöthigt,erachtete es Florenz für ein Glück, den Francesco Sforzagewinnen zu können. So standen sich nun die beiden ersten Feld-Herren Italiens, die Vertreter der beiden alten Schulen von