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Braccio und Attendolo, einander gegenüber/ aber ansang,lich nahm der Krieg einen.sehr langsamen Verlaus, weil Sforzanicht gänzlich mit dem Herzog brechen und auch einem Staat/dessen Herr zu werden er hoffte/ nicht empfindlich schaden wollte.Da er aber erkannte/ wie er von der Treulosigkeit und Zwei.deutigkeit des Herzogö nur zum Spielball gebraucht wurde / ent.schied er fich endlich und nahm von den Venelianern und Flo.rentinern den Commandoftab an mit 9000 Gulden monatlich vonjenen und 8400 Gulden von diesen. Fortan suchten die beidenFeldherren sich einander zu überbieten an Tapferkeit und Ge-schicklichkeit/ aber nur zum großen Schaden von Venedig, ToS-kana und der Mark Ankona, dem Schauplatz ihrer Verheerungen.BreScia hatte abermals eine Belagerung auszuhalten, welche da.durch berühmt wurde, daß Brigitta Avogadro an der Spitzeder Frauen der Stadt den Piccinino zurückschlug. Die Vene-tianer, denen der Markgraf von Mantua nicht gestatten wollte, durchden Po Schiffe in den Mincio und von da in den Gardasee zuführen, ließen zwei große, drei mittlere Galeeren und fünfund,zwanzig Barken die Etsch hinausfahren, dann von Pferden hin-über an den See bringen; dieses erstaunliche Unternehmen flößteihren Feinden großen Schrecken ein, aber cS hatte keinen Erfolg,denn dem Piccinino gelang eS, die Flotille zu verbrennen.
Waö legt die Geschichte oder vielmehr waö legen die Ge-schichtschrciber für einen Werth auf die Eroberung und Wieder,eroberung von Städten, Vernichtung von Ortschaften, Meuchel.morde und Verrärhereien, abwechselnd mit Kämpfen, auf dieDrangsale dcS namenlosen Haufens, den man Volk nennt? Siebeschäftigt sich nur mit den Führern und zeigt uns, daß bei einerKriegführung gleichsam nach dem Tarif ein heute besiegter Haupt-mann morgen wieder mit einem nicht minder zahlreichen Heereauf der Wahlstatt erschien; in solcher Weise spannen sich dieKriege endlos fort, während der Haushalt der Staaten zerrüttete,das Volk aber verarmte, gegen den Feind aber kein Schutz ge.währt ward und die aus Nothwendigkeit geschlossenen Friedens-Verträge aus Laune, auS Uebermuth gebrochen wurden. Pickt-nino, obgleich ein Guelfe, verachtet die Censuren und Bann-strahlen der Kirche und vergleicht sie dem Kitzeln, das denjenigenlästig fällt, die eS nicht ertragen können; er macht sich zum Herrnvon Pontrcmoli und Bologna und wird von den Häusern Bis-conti und Aragonien anerkannt. Nun erhoben auch die anderen