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der Herrschaft eines Einzelnen zu beugen; Venedig war durchden Dogen Foscari ein erobernder Sraat geworden, dachte nurdaran, sich zu vergrößern auf Unkosten seiner Nachbarn und benutztedie augenblicklichen Verhältnisse, um Breöcia und Bergamo ansich zu reißen; die Lombarden endlich hatten verlernt, daö Schwertzu führen und sich bereits so sehr an den Gehorsam gewöhnt,daß, wer eine hervorragende Stellung sich erwarb, sicher seinkonnte, von ihnen als Herr anerkannt zu werden. Unter diesenUmständen war ein Mann von der StaatSklugheit und Tapferkeitdes Francesco Sforza für Mailands junge Freiheit doppeltgefährlich. Es war verlassen von den andern lombardischenStädten, in welchen der alte Parteihader wieder üppig aufwu-cherte, in Fehde mit Venedig, selber zerrissen von inneren Par-teiungcn, welche von den Glückssoldaten unterhalten wurden,welche man weder entlassen noch auch dem Gehorsam zu unter-werfen vermochte. Unter diesen Umständen entschlossen sich dieCapitani der „goldenen Republik", wohl am Gängelbande derGhibellinen, dem Sforza, als seien ihnen dessen Ansprüche undPläne fremd gewesen, den Oberbefehl über das Herr anzuver-trauen, damit er sie gegen die Feinde vertheidige. Dies that erauch wirklich und siegte in dem „Kriege der Mark", aber er thates nicht für sie; denn, nachdem er die Venctianer, welche sichschon Herren deS GcbietS von Mailand wähnten, durch eine Reiheglänzender Siege niedergeworfen hatte, überließ er ihnen, stattihre Niederlage zu benutzen, Crcma und Geradadda, unter derBedingung, daß sie ihm beistünden, deS Philipp Maria Nach-folger zu werden (1448).
CosmuS von Medici, sein Freund, hatte ihn gelehrt, daßman stets nur den eigenen Vortheil im Auge halten müsse, ohneRücksicht auf Andere, und die Scheu vor Unredlichkeiten, Treu-losigkciten hatte er längst überwunden. Einige hochherzige Bürgermachten den Versuch, die Freiheit der Vaterstadt zu retten, dieMailänder anzufeuern, dem Verräther zu widerstehen, Schriften,in denen sein Verfahren grell beleuchtet wurde, ergingen nachallen Seiten und der Herzog von Savoyen, der gleichfalls nachdem reichen Besitz lüstern war, erwies sich hülfbereit. AberSforza, schon durch seine Feldherrngröße den Gegnern überlegen,zudem von den Venetianern unterstützt, welche freie Bürger ver-riechen, um sich einen gefährlichen Nachbarn zu verschaffen, hun.gerte die Stadt auö; und alS alle HülfSquellen erschöpft waren,
Canru, Wclrgcschicbre. VIII. ^