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erhob sich das Volk/ vertrieb die sein Interesse vertretenden Ma-gistrate und ersetzte sie durch Ghlbellinen, auf deren Antrieb eSvon Sforza Brod und Frieden verlangte. So hielt er seinenfeierlichen Einzug, unter dem freudigen Zuruf derjenigen, welchekaum 2 Monate früher auf seinen Kopf einen Preis von 2000Dukaten in Gold und eben so viel in Ländereien gesetzt hatten,und Mailand war wieder eine militärische Monarchie.
Sforza Herzog. 1450.
Schlau verstand er eS, das Volk durch Feste einzuschläfern,zeigte keinen Groll wider seine bisherigen Gegner und betrat denWeg der Verhandlung mit den kriegführenden Staaten; dieStädte, welche noch eine stürmische Freiheit der ruhigen Knecht-schaft vorzogen, wurden eine nach der andern gewonnen, zuletztComo und Bcllinzona, und so begann er mit einer neuen Poli-tik eine neue Dynastie, deren Geschichte mit Blut und allenGreueln befleckt ist, welche jedoch kaum bis zum sechsten Geschlechtsich erhalten sollte. Da im Anfange das Volk sich noch zuweilenseiner Freiheit erinnerte, gedachte Sforza eine Beste zu er-bauen, war aber so vorsichtig — denn er scheute sich, Mißtrauenzu zeigen — durch seine Creaturen im Volte die Ansicht verbreitenzu lassen, der Bau sei nothwendig zur Zier wie zur Sicherheitder Stadt; und trotz des Widerspruchs aller Einsichtigern, gingdie blinde Menge in die Falle; die Kirchspiele baten den Herzog,das Schloß zu erbauen: eS ward das festeste, auf ebenem Bodenerrichtete in ganz Italien.
Von Seiten des Kaisers hätte dem neuen Herzog ein Hin-derniß in den Weg gelegt werden können. Zwar kam auchFriedrich IlL' gerade in dieser Zeit (1452) nach Italien, legtejedoch kein besonderes Gewicht aus die alten kaiserlichen Ansprüche.Er zog seiner Verlobten, Eleonora von Portugal, entgegen,welche sein Kapellan Nikolaus Lanckman abgeholt hatte;wegen der Unsicherheit der Straßen hatte derselbe sich und seinGefolge alS Pilger verkleiden müssen und Loch waren sie cinige-male von Freibeutern oder den Befehlshabern in den Städten,die sie berühren mußten, ausgeplündert worden*), sich glücklich
0) ulstoi'ia äesxonsat vt voronat. p'eäer. m, et eovfuxis IP8IU8 , »not.Nie. It, ao ü m an o ile IHIKenstein. II, 56S —602. In
Italien waren übrigens die Landstraßen nicht sicher. Als Petrarca