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Regierung war eine des Schreckens und der Gewalt/ alle zwei-deutigen und schlechten Elemente der Stadt sammelten sich umihn; mit den Geschenken, die ihm gemacht wurden/ erbaute er sicheinen Palast zu Rusciano und einen anderen überaus prächtigenin der obern Stadt (poMio), während in der untern Stadt dieMedici ihre behäbige/ aber einfache Wohnung in der vin InrZr»beibehielten. Hier zurückgezogen lebend/ erschien CoSruus nurum so größer/ seitdem er nur durch persönliches Verdienst glänzte.Fra Angelte»/ Pippv/ Masacci» weihten ihm ihren Pin-sel/ Donatello regte den Gedanken in ihm am die MeisterwerkedeS Alterthums zu sammeln; seine Correspondenten erhielten nichtblos Aufträge in Handelssachen, sie hatten auch Handschriftenaufzusuchen, die er dann für sich abschreiben ließ; Gelehrte, be-sonders die aus Griechenland geflüchteten, fanden bei ihm diezuvorkommendste Aufnahme, und die noch berühmte Laurentianaentstand aus der von ihm angelegten Bibliothek; eine zweite sam-mclte er in der Abtei, am Fuße deS BcrgcS von Fiesole, derenBau er vollendete, eine dritte in Sän Marco von den Dominika-ncrn, seiner Stiftung, wie nicht minder Sän Girolamo zu Fiesole,Sän Francesco del Bosco in Mugello, Sän Lorenzo, außerdemKapellen in Santa Croce, Annunziata, Sän Miniato, SanktAngeli, für welche Bauten er Philippo BrunelleSchi, Miche-lozzo und andere große Meister verwendete*). Er beschenkteVenedig mit vielen frommen Stiftungen, bedachte Jerusalem miteinem Hospitale und Assist mit einer Wasserleitung; eS ist daherbegreiflich, daß er auSwärtö als ein großer Fürst betrachtet wurde,während er in seiner Heimath als ein einfacher Privatmann lebte.Sein Reichthum läßt sich gar nicht schätzen. Er war Eigenthü-mer oder Pächter aller Alaungruben in Italien und für eineeinzige, die in der Romagna lag, bezahlte er 10,000 fl. jährlich.Ueber Alexandria stand er mit Indien in Handelsverbindungenund in jeder irgendwie bedeutenden Stadt hielt er ein Comptoir.Dem König Eduard von England streckte er bedeutende Summenvor, ebenso dem Herzoge von Burgund. Da er alle Condottierizu seiner Verfügung hatte und wußte, daß „die Welt nicht mitBeten allein regiert werde", erhielt er das Gleichgewicht unter
*) Lorenzo der Prächtige behauptete, zwischen 1434 und 1471 hättedas Haus Medici für Bauten und Almosen 6V5,755 Goldgulden ausge-geben, ungefähr 38 Millionen Franken.